Freitag, 5. November 2010

Lebensläufe verwandeln sich in Todesfälle.
Wie realistisch ist die Wirklichkeit? Wie wirklich ist die Realität? Was bleibt von aller dicht gelebten Wirklichkeit noch übrig, wenn alles Gelebte in einer nicht mehr zu fassenden Vergangenheit rettungslos versunken ist?
Trachten und Niedertrachten.
Wider alle bösen Wieder der Geschichte …

Donnerstag, 4. November 2010

Es würde der Politik guttun, müsste jeder in ihr aktiv Tätige eine Ausbildung durchlaufen. (Wie früher der Adel, der sich wenigstens zu benehmen wusste und eine bestimmte Minimalbildung besaß. …)
Kommt alle Gewalt aus der Erfahrung einer Gefangenschaft, eines Nicht-ausbrechen-Könnens im Leben? Und wäre eine solche Gewalt berechtigt, wenn sie nichts, absolut nichts zum Ziel hätte als das Ausbrechen aus dieser Gefangenschaft? Solange es die Tat eines Einzelnen bleibt, eines Einzelnen, den das Leben am Leben hindert? (Und ist nicht der Suizid solch eine Gewalttat, eine nach innen gekehrte?)
Kamel, Löwe, Mensch: Wer ist Mensch, wer? Wer ist schon wirklich Mensch?

Mittwoch, 3. November 2010

Architektur des Verneinens und Verleugnens: Schlachthäuser haben nie Glaswände oder große Fenster.
Sollte ein Standpunkt ein Standpunkt sein? Oder darf er auch ein Wischi-Waschi-Komma sein? (Gruß an die Politik!)

Dienstag, 2. November 2010

Statement für die Aktion der Gruppe parteiloser Medien- und Kulturschaffender, die sich in der Stube entschieden haben, vom Sofa aufzustehen und etwas zu tun (für 2x Nein bei der Ausschaffungsinitiative und dem Gegenvorschlag am 28. November 2010)
Infolge Rohstoffmangels kam der Mensch vor erst 40'000 Jahren nach Europa. Heute fordern die Tiere die sofortige Ausweisung aller Menschen!
Die Vorstellung der Christen, sie werden im Tod das ewige Leben gewinnen, ist ihr (einziger) unsterblicher Witz!
Es feiern die ›evangelischen Kantone‹ der Schweiz auch heute noch den Sieg der ›Eidgenossen‹ über die ›abtrünnigen‹ Kantone im Sonderbundkrieg. Woher also nehmen sie und die Schweiz allgemein das Recht, Jugoslawien einen Vorwurf zu machen, wenn es seine ›abtrünnigen‹ Republiken nicht aus der ›Republik‹ entlassen will? Ich frage.
Und in der Politik erbricht der kakalogische Kretin CB seine monströse Sprache auf die Köpfe seiner Mitgeiler.
Gähnral: Nichts im Kopp, nur in der Koppel.
Zuvielgesellschaft.
Schrottesdienst.
Die Herren der Schröpfung.

Montag, 1. November 2010

Widerlebt die Ja-Abers(-Artigen)!
Die Zeit der kleinen Unscheinbarkeiten scheint in der Literatur einmal mehr vorbei zu sein: Die Mimosen der Gedanken, die feinen Bruchzahlen der Gefühle sind nicht mehr gefragt, wie noch vor einigen Jahren. Es beginnt (vielleicht) eine neue Periode der Literatur: Das große Erzählen steht wieder im Vordergrund – zum Glück auf einer ›höheren Stufe‹ als um 1890. (Wenigstens in der Literatur gibt es einen Lernprozess, eine Entwicklung.)
Après nous le déluge? – Hauptsache heute und jetzt: deluxe!