Montag, 7. September 2026

Was ich an Abbé Galliani (1728–1787) mag? Dass er seinen Stil fast beliebig anpassen kann – er macht es hinsichtlich des zu erwartenden (Lese-)Publikums ... Ich mache es immer für das WERK, also je nachdem, wie der Stil dem Text oder der ganzen Illusion innerhalb der Kreation dienen kann. (Das – plumps! – vor allem, weil mir bereits mehrmals gesagt wurde, ich könne ja «schöner» oder eben «stilvoller» schreiben, wenn ich nur wollte; aber selbst in Essays richtet sich mein Stil immer nach dem Inhalt und damit dient er der Gesamtfunktion des Kunstwerks – ähnlich wie bei der Musik und dem Libretto [bei ganz hohen Noten kann man kein «u» singen, ganz tief kaum ein «i»; außerdem gibt es rhythmische Vorgaben des Komponisten, die auch vieles beim Text vorgeben, ganz abgesehen von der Länge des Stücks, der Funktion innerhalb der Oper und sogar der Anzahl der Silben ...] oder bei den Lyrics von wirklich guten, modernen Rock-Textern ...)

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