EIN EINIG VOLK VON SCHWÄTZERN
A: Oftmals ist allyship bloss self preservation.B: Das ist eine scharfe und zutreffende Beobachtung. Vielfach wird das, was als allyship verkauft wird, in Wahrheit von Selbsterhaltung oder reinem Selbstschutz angetrieben. Nicht vergebens spricht man in der Soziologie von performativer allyship.
A: Äh ja, sag ich doch.
C: Ja, ihr habt ja beide Recht. Und die Gründe dafür sind einerseits der Reputationsschutz oder das soziale Kapital, das man sich damit holt, andererseits der Abbau der eigenen Schuldgefühle. Deshalb sind die privilegiertesten Menschen meist die lautesten Aktivisten. Wahre Veränderer wirken eher still und ohne es an die große Glocke zu hängen. (Und letztlich geht es doch darum, strukturelle Veränderungen voranzutreiben ...).
D (im Radio wie ein deus ex machina erscheinend): Strukturelle Veränderungen.
Euripides (tritt aus den Schatten hervor und lässt seine Brust mit Stolz anschwellen)
X: Echte allyship beginnt erst dort, wo es ungemütlich wird – also wo man bereit ist, eigene Privilegien, Ressourcen oder das eigene Ansehen für andere zu riskieren.
Y: Sic transit gloria mundi.
Z: Genau.

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