Montag, 2. November 2026

Der Mund ist die Wunde der Stimme.
DIE FRAGE (3 plus 1 Haiku)

A boy stands in front,
Asking a cat quietly:
«May I pet you now?»

Just a boy standing,
Begging a cat for consent:
«May I stroke your fur?»

Boy stands near a cat,
Waiting for her permission
Just to stroke her fur.

Ein Junge steht da,
Bittet die Katze leise:
«Darf ich dich streicheln?»

Sonntag, 1. November 2026

Ich habe mit dem Chronovisor in die Zukunft geschaut: Morgen Abend um acht Uhr ist es in Bern draussen ... DUNKEL.
That's not hippi(e)ness ... 
BITCHCRAFT.
Ditchcraft.
Hitchcraft.
Kit(s)chcraft.
Mitchcraft.
Pitchcraft.
Ri(t)chcraft.
beRUCK THE POLLIZE (sic!).

Samstag, 31. Oktober 2026

Marteriarchat.

Freitag, 30. Oktober 2026

Bin ich nun ein Prinz oder ein Print? Ich glaube, ich nenne mich Printzessin.
Ist THE ORVILLE von Seth MacFarlane rassistisch? Nein, nicht so, wie man zuerst denken würde: In der Raumschiff-Crew sind verschiedenartige Menschen und andere Wesen plus künstliche Intelligenzen vertreten und die Bösen sind sogar durchaus oft Weiße. Aber mehrere Sachverhalte fallen doch auf: 
a) Schauspieler auf dem Raumschiff, die nicht weiß sind, müssen verhältnismäßig mehr ihr Gesicht irgendwie hinter einer (Teil-)Maske verstecken, als die in den USA «Caucasian» genannten. 
b) Mehrmals bringen vor allem African-Americans eine Crew oder sich selbst aus dummen Gründen in Gefahr: Auf einem Planeten, in dem jegliches Betragen von allen anderen Menschen bewertet werden kann, verhält sich Navigator John LaMarr ausgesprochen doof: Er ‹dry-humps› eine Statue, was zumindest mich deutlich an eine negative Wertung von Schwarzen durch Vorurteile in den USA denken liess. Und die Kinder der Hauptärztin bringen durch ihren ewigen Geschwisterstreit einen Shuttle total in Gefahr und lassen ihn dadurch letztlich abstürzen. 
c) Und dann ist da die Frage & Antwort: «Who would need a ship that big?» – «Persian Guy maybe. Who wants to show off at the club.» 
Nein, auf den ersten Blick vertritt THE ORVILLE durchaus einen diversen Cast. Aber bei genauerem Hinhören und Hinsehen schleichen sich eben doch mit der Zeit gewisse Zweifel ein ... 

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Motto ab fünfzig: Parrhesia & Paregoria oder Freimut & Zuspruch.
Ich bin selten ein Maultier. Aber ich schreibe öfters Maulwürfe. (Wichtig ist, die Maulwürde zu behalten ...)
YOU HAVE ALL THE TIME IN THE WORLD 
Es begann an einem Dienstag um 14:15 Uhr, während einer dieser furchtbaren Meetings in der Agentur. Jonas starrte auf die Präsentation seines Chefs, fühlte ein plötzliches, feines Kribbeln hinter der Stirn ... wie ein elektrischer Schlag auf leisen Sohlen ... und plötzlich fror die Welt ein. Die Kaffeetasse, aus der der Chef gerade trinken wollte, blieb in der Luft hängen. Die braune Flüssigkeit aus einer umgekippten Tasse erstarrte auf dem Weg zum Rand. Die Kollegin links von ihm hatte den Mund halb geöffnet, ein stummes Lachen eingefroren wie eine bizarre Maske. Jonas stand auf. Er war allein in einem Ozean aus Wachsfiguren. – Er merkte schnell, dass er mit einem einfachen Gedanken, einem kurzen, festen Impuls in seinen Schläfen, den Zustand wieder aufheben konnte. 
Am Anfang war es ein Segen. Wenn seine Freundin Clara ihn fragte: «Findest du nicht auch, dass dieses Hemd mich dicker macht?», hielt er die Welt an. Er ging in aller Ruhe nach Hause, überlegt sich, was mögliche Antworten sein konnten und recherchierte im Internet, was andere sagten; dann atmete er tief durch und kehrte in die angehaltene Sekunde zurück. «Überhaupt nicht», sagte er mit perfektem Timing, «es steht dir fantastisch.» Clara lächelte verwirrt, als hätte sie seine Unsicherheit geahnt, aber nicht beweisen können. Wenn er Streit mit einem Kollegen hatte, klinkte er sich kurz aus. Er hielt die Zeit an, spazierte durch die Stadt, wog Argumente ab, schrieb sich Reden auf und setzte erste dann die Sekunde fort. Er parierte Angriffe mit einer geschmeidigen, fast unheimlichen Gelassenheit. Und das Beste: Während die Welt draußen stillstand, alterte er nicht. Seine biologische Uhr schien in der Pausenzone nicht zu ticken. Er war der uneingeschränkte Herrscher über das Jetzt. 
Nach ein paar Jahren verschoben sich die Gewichte. Die Pausen wurden länger. Was als fünfminütige Denkphase bei einem Streit begann, dehnte sich auf Stunden aus, in denen er einfach durch menschenleere Straßen wanderte. Er mochte die absolute, schwere Stille der gefrorenen Stadt. Kein Hupen, kein Surren von Motoren, kein Flackern von Leuchtreklamen. Wenn er die Zeit dann wieder anlaufen ließ, fiel ihm der Kontrast jedes Mal schwerer. Die Stimmen seiner Freunde klangen plötzlich wie Sirenen. Das Lachen in einer Bar fühlte sich an wie das Reißen von Metall. Selbst Claras liebevolle Worte prallten wie ein Hämmern gegen seine Schläfen. «Hey, habe ich das gerade nicht schon mal gesehen?» fragte Clara ihn eines Abends, als er ein und denselben Witz zum dritten Mal in leicht variierter Form erzählte, weil er die Interaktion im Standby-Modus geprobt hatte. Ihr Blick war müde geworden. Sie spürte, dass er nicht mehr wirklich da war. 
Eines Tages blieb er einfach in der Pause. Er ging nicht mehr zurück. Warum auch? Draußen gab es Pflichten, Alterung, Erschöpfung und Lärm. Hier, in der großen, eisernen Stille der eingefrorenen Realität, war alles sicher. Er sah zu, wie ein herabfallendes Herbstblatt auf halbem Weg zum Boden schwebend mittendrin wie festgefroren festlag. Er setzte sich auf eine Parkbank, schloss die Augen und genoss das Nichts. Die Jahre zogen an ihm vorbei – oder eben nicht. Jahrzehnte vergingen in seiner Welt; für sie Welt blieb es derselbe Nachmittag, derselbe wehende Wind, derselbe graue Himmel. 
Nach tausend Jahren in der Stille wusste er nicht mehr genau, wie sich ein Herzschlag anfühlte, der nicht von ihm selbst kontrolliert wurde. Er ging durch die Stadt. Manche Häuser kannte er in- und auswendig, welche Stelle von Moos überwuchert war, welche Gebäude von Baugeländern umfasst – eingefroren in ihren Momenten des Umbruchs. 
Irgendwann wanderte er durch eine Baustelle im Zentrum. Die Luft roch nach altem Staub und rostigem Eisen. Über ihm hing eine schwere, graue Masse aus Beton und Stahl – ein gigantischer Block, der sich in den letzten Sekunden von einem maroden Kran gelöst hatte und nun, seit einem Jahrtausend, träge der Schwerkraft entgegenfiel. Nur wenige Meter über seinem Kopf. Jonas blieb stehen. Er blickte nach oben in die starre, graue Unterseite des Blocks. Er dachte daran, wie es klingen würde, wenn der Lärm zurückkehrte. Wie sich die Wärme einer echten, nicht simulierten Sekunde anfühlen würde, selbst wenn sie Schmerz bedeutete. Er war müde vom Ewigen. Er war müde von der Abwesenheit des Lebens. Er schloss die Augen, entspannte seine Stirn und dachte das kleine, vergessene Wort, das er so lange nicht mehr benutzt hatte: Los.
Beim Sexualtrieb, den Mussolini offenbar besaß, hätte er eigentlich einen kilometerhohen Geschlechterturm bauen lassen sollen. Immerhin stammt er aus Predappio, einem Ort, der wie Bologna in Emilia-Romagna liegt. Denn das, also Bologna, sah zumindest im Mittelalter aus wie ein Haufen stehender Pimmel, derart viele Geschlechtertürme gab es dort. Und er, Mussolini, wäre wohl auch eher mit Nordkaukasiern ausgekommen, im Gegensatz zu Adolf Hitler – denn die bauen ebenfalls schon ewig ihre Kaukasischen Türme. Joint to Joint, dick to dick halt.
Für die BLACK FRIDAY-Gemenge in den USA (und teilweise auch bei uns) gab es ja Vorboten: Etwa die Cabbage Patch Riots 1983, die Tickle Me Elmo-Hypes 1996 oder die Furby-Tumulte 1998. Es ist schon wahr: Geld (beziehungsweise das Sparen desselben) regiert die Welt.
Was ZEITUNGEN so schreiben 
- Statistics show that teen pregnancy drops off significantly after age 25 
- We hate math, say 4 in 10 – a majority of Americans 
- Death is nation's top killer 
- Homicide victims rarely talk to police 
Bertold Brecht: Je unschuldiger sie sind, desto mehr verdienen sie es zu sterben. 
Sidney Hook (kickt ihn raus) 
GOtt: Gut. Brecht ist schlecht wollte ich eh nicht mehr hier haben. 
Der Teufel: Oh shit!

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Der Extremist (erzählt seinen Versuch eines Witzes): Die Regierung in Berlin beruhigt die Bevölkerung: ‹Keine Angst, liebe Leute, es läuft alles nach Clan.› 
Sein Augenherz: Okay. Das war das letzte Mal. Tschüss. 
Das einfache Schweizer Volk: Grandiose Literatur. Also wirklich. Dieses Gespür für zwischenmenschliche Feinheiten.
BANG COCK 
        oder 
Schlong Deep Mega Naked-on A-Man Rat-in-a-Cousin Man-Eater I-Youth-Ah My-Dick-Look Pop No-Panties Touch-the-Knee Booty-Room You-Do-Me Touch-and-Wet Mega Satan A-Man Pee-Man Ah-What-A-Slit Suck-a-Titty-Yeah Wet-and-Cum Proceed

Dienstag, 27. Oktober 2026

T-T-T-Trump: When memes are more accurate than the newspaper pictures, we live in a – 
The Man-I-pull-a-Thor: Shut up! I saw you fucking Satan.
TF-N: S*** the P***! 
TAF (hands them a H***) 
(all quiet on the western front)