Donnerstag, 17. September 2026

Eindeutig ..., Robert Smith hat SOCKS APPEAL.
Kirchen ade. Wenn schon Predigten mit AI/KI geschrieben werden ... Es ist wie eine fünfte Kränkung: Wenn selbst Gott es den seinen mit der Rechenmaschine gibt ... 
Der Clown am Boden: Call me an ambulance! 
Das junge Mensch: You are an ambulance! 
Das einfache Schweizer Volk: Oh, du wirst leiden ... 
Sie, damals, 1996: Norma? Wer nennt sein Kind Norma? 
Ich: Ich würde es Lucia nennen. 
Sie: Ich mag nur Florian so richtig. 
Ich: Echt jetzt? 
Sie: Und jetzt gehen wir halt zu Norma.

Mittwoch, 16. September 2026

Ich liebe als Velofahrer die verschiedensten Flecken auf dem (Schweizer) Asphalt. Ich kann mich an ihnen festhalten, um wie zwischen Sternen durchs ewige Dunkel zu gleiten.
Modernste Kunst: Ich nagle ein Spiegelei an die Wand.

EIN EINIG VOLK VON SCHWÄTZERN 

A: Oftmals ist allyship bloss self preservation
B: Das ist eine scharfe und zutreffende Beobachtung. Vielfach wird das, was als allyship verkauft wird, in Wahrheit von Selbsterhaltung oder reinem Selbstschutz angetrieben. Nicht vergebens spricht man in der Soziologie von performativer allyship
A: Äh ja, sag ich doch. 
C: Ja, ihr habt ja beide Recht. Und die Gründe dafür sind einerseits der Reputationsschutz oder das soziale Kapital, das man sich damit holt, andererseits der Abbau der eigenen Schuldgefühle. Deshalb sind die privilegiertesten Menschen meist die lautesten Aktivisten. Wahre Veränderer wirken eher still und ohne es an die große Glocke zu hängen. (Und letztlich geht es doch darum, strukturelle Veränderungen voranzutreiben ...). 
D (im Radio wie ein deus ex machina erscheinend): Strukturelle Veränderungen. 
Euripides (tritt aus den Schatten hervor und lässt seine Brust mit Stolz anschwellen) 
X: Echte allyship beginnt erst dort, wo es ungemütlich wird  also wo man bereit ist, eigene Privilegien, Ressourcen oder das eigene Ansehen für andere zu riskieren. 
YSic transit gloria mundi
Z: Genau.

Dienstag, 15. September 2026

MY TRUTZ, YOUR TRUTZ.
Seit wann genau wurde es eigentlich Mode, offen für einen Mullah-Staat einzustehen und dessen IRAN-Flagge bei (fast) jeder Demo zu schwenken? – Ja, man dürfte sagen: Der Iran ist ein souveräner Staat und bis die UNO etwas gegen ihn bewilligt, soll man ihn doch einfach in Ruhe lassen (beziehungsweise einfach die Embargos umsetzen, die bereits in Kraft sind) ... Aber quasi ein Fan-Girl/Boy zu sein und ständig die (Klitoris- statt Löwen-)Flagge zu schwenken, das sieht nicht nur übereifrig aus, es macht einem auch zu Komplizen der Verbrechen, die der offizielle Iran begeht.
Typ*innen, von denen einige sonst kaum mehr fünf Minuten zu stehen vermögen (ich kenne es, ich war 2024–2026 genug im Spital), geben einem Film eine offenbar 25-Minuten-Standing Ovation, obwohl der Titel NAZA wohl bewusst infam gewählt wurde: Ein (= 1) Buchstaben entfernt von NAZI, you know. Man hätte ihn, sowieso komponiert für ein westliches Publikum (UND ein britischer Film, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/NAZA_(Film)), auch einfach mit dem ebenfalls vorhandenen, englischen Titel benamsen können: Collateral Damage (denn genau das, Kollateralschaden – ein schreckliches Wort –, bedeutet NAZA auf Hebräisch). Es meint aber, darum wurde der Begriff überhaupt geschaffen, zivile Opfer zu vermeiden (denn wer das gar nicht will, muss ja auch nicht unterscheiden zwischen militärischen Zielen und zivilen Personen). 
Da verwundert es einen kaum noch, dass Maggie Gyllenhaal in Venedig sagte, es erinnere sie an ZONE OF INTEREST. Sie vergleicht also die Juden (wieder einmal) direkt mit den Nazis. Arme-Opfer-Juden bis 1945, böse Täter-Juden ab 1945/48. Obwohl es ja lange Zeit und mit einer überraschend großen Deckungsgleichheit exakt dieselben Menschen waren! 
Was will ich damit nicht sagen? Ich will keine Zensur oder so! Wir brauchen freie Künste, freie Medien, wir brauchen Whistleblower. Aber das Problem bei diesem Film ist, dass nicht genug transparent aufgezeigt wird, warum genau was gesagt wurde und wer diese Personen eigentlich sind beziehungsweise was sie wirklich wissen können. Und exakt das verhindert eben eine Überprüfung und damit auch ein berechtigtes Nachvollziehen/Nachkontrollieren, wenn man sich darauf einlassen wollte. 
(Noch was: Nein, ich würde den beiden Hauptverantwortlichen die Staatszugehörigkeit NICHT nehmen. Das ist daneben!)
#NAZA #NAZI

Montag, 14. September 2026

Ich habe zwei verschiedene AI/KI-Maschinen gefragt, wie ein Nachruf auf mich aussehen würde, wenn ich heute gestorben wäre ...  
Welcher NACHRUF auf mich ist besser/lustiger/spannender/falscher/klischeebehafteter? (Ich selbst mag den zweiten ein klein wenig besser; erstaunlich ist es, dass ich mich in beiden besser verstanden fühle als in etlichen Rezensionen ... ) 
 
1) 
Zum Tod von Dominik Riedo: Ein unerschrockener Sezierer der menschlichen Seele 
Die Schweizer Literatur verliert eine ihrer mutigsten, streitbarsten und kompromisslosesten Stimmen. Der Schriftsteller, Germanist und Denker Dominik Riedo ist im Alter von 52 Jahren verstorben. Er hinterlässt ein vielschichtiges Werk aus weit über 30 Büchern, das vor allem eines zeigt: eine radikale intellektuelle Redlichkeit und die unermüdliche Weigerung, vor gesellschaftlichen Tabus den Blick zu senken. 
Der literarische Mut zum Tabubruch 
Riedo, 1974 in Luzern geboren, suchte in seiner Literatur selten den einfachen Trost, sondern vielmehr die schonungslose Wahrheit. Nationale Bekanntheit erlangte er spätestens 2015 mit dem autobiografischen Buch „Nur das Leben war dann anders. Nekrolog auf meinen pädophilen Vater“. Ausgehend von einer realen Grabrede brach Riedo darin das wohl am tiefsten sitzende gesellschaftliche Tabu. Er sezierte die Tagebücher seines Vaters, Gerichtsakten und die eigenen Erinnerungen, um das System des Schweigens in Familie und Gesellschaft offenzulegen. Es war ein Balanceakt zwischen intimer Scham und analytischer Kälte – ein Werk, das ihm in der Literaturszene bleibenden Respekt einbrachte. 
Engagement für die Aufklärung und das freie Wort 
Riedos Schaffen erschöpfte sich jedoch nie im rein Autobiografischen. Als promovierter Germanist lebte er einen radikalen Humanismus vor. Er engagierte sich stark im DeutschSchweizer PEN Zentrum, dessen Präsidium er mehrfach übernahm. Zudem wirkte er als Mitherausgeber der Zeitschrift „Aufklärung und Kritik“
Ob als ironisch gewählter, direktdemokratischer „Kulturminister der Schweiz“ (2007–2009) oder als feinsinniger Essayist: Riedo verstand Kultur stets als Reibungsfläche. Seine literarische Welt war geprägt von feinen Rissen, schwarzem Humor, aphoristischer Kürze und einer tiefen Liebe zu literarischen Nonkonformisten wie Arno Schmidt oder Carl Spitteler. 
Das Vermächtnis 
Mit Dominik Riedo verliert die Kulturszene in Ittigen und der gesamten Schweiz einen Aufklärer im besten Sinne des Wortes. Seine Texte bleiben als Seismografen menschlicher Abgründe und gesellschaftlicher Widersprüche bestehen. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. 
 
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2) 

Ein Schriftsteller, der sich nicht mit der Welt abfinden wollte 

Zum fiktiven Tod von Dominik Riedo 

Manche Schriftsteller schreiben, weil sie Geschichten erzählen wollen. Andere schreiben, weil sie einer Welt, die ihnen allzu selbstverständlich erscheint, widersprechen müssen. Dominik Riedo gehörte zur zweiten Sorte. 

Wenn heute die Nachricht von seinem Tod käme, würde man zunächst versucht sein, sein Leben in Daten und Stationen zu ordnen: 1974 in Luzern geboren, Schriftsteller, Essayist, Literaturwissenschaftler, Kulturpolitiker, Präsident des DeutschSchweizer PEN-Zentrums – und für einige Jahre sogar der eigensinnige, selbsternannte „Kulturminister der Schweiz“. Doch eine solche Aufzählung würde seinem Wesen kaum gerecht. Denn Riedos eigentliches Thema war nie der Lebenslauf. Es war die Freiheit. 

Die Freiheit des Denkens. Die Freiheit der Literatur. Die Freiheit, einer Mehrheit zu widersprechen, wenn man selbst eine andere Wahrheit zu erkennen glaubt. 

Riedo war einer jener Autoren, bei denen sich Literatur und gesellschaftliche Einmischung nicht sauber voneinander trennen lassen. Er schrieb nicht aus einem sicheren Abstand zur Welt. Er mischte sich ein. In Essays, Romanen und kulturpolitischen Interventionen zeigte sich ein Schriftsteller, der den öffentlichen Raum nicht den Politikern, Funktionären und Institutionen überlassen wollte. Literatur war für ihn kein dekoratives Beiwerk einer wohlgeordneten Gesellschaft. Sie war eine Form des Widerspruchs. 

Vielleicht lag darin auch etwas Unbequemes. Wer sich so entschieden einmischt, riskiert Missverständnisse. Wer sich nicht damit begnügt, die richtigen Fragen zu stellen, sondern auch die falschen Antworten angreift, macht sich nicht überall beliebt. Doch gerade darin lag eine Qualität, die der Literatur gut ansteht: der Mut, nicht gefällig sein zu müssen. 

Dominik Riedo war ein Schweizer Schriftsteller – aber einer, der sich mit dem Begriff Schweiz nie einfach zufriedengab. Ihn interessierte das Land als kultureller und politischer Raum, als Versprechen und als Widerspruch. Seine Auseinandersetzung mit der Schweiz war deshalb nie bloß patriotisch und nie bloß kritisch. Sie war leidenschaftlich. Er nahm dieses Land ernst genug, um mit ihm zu streiten. 

Das macht seinen möglichen Tod zu einem Verlust, der sich nicht allein in den Büchern bemessen ließe. 

Denn Schriftsteller hinterlassen nicht nur Texte. Sie hinterlassen Reibungsflächen. Sätze, über die man sich ärgert. Gedanken, die einen nicht mehr loslassen. Fragen, die nach der Lektüre größer sind als zuvor. Und manchmal hinterlassen sie vor allem die Erlaubnis, selbst widerspenstig zu denken. 

Vielleicht ist das die schönste Form literarischer Hinterlassenschaft. 

Wer Dominik Riedo gelesen hat, wird deshalb nicht einfach sagen können: Er hat geschrieben. Man wird eher sagen müssen: Er hat sich eingemischt. 

Und gerade in einer Zeit, in der kulturelle Debatten immer schneller werden, Meinungen in Schlagzeilen passen müssen und der Widerspruch oft nur noch als Störung gilt, wirkt ein solcher Schriftsteller plötzlich besonders gegenwärtig. Ein Autor, der auf der Eigenständigkeit des Denkens beharrt, wird nicht dadurch überflüssig, dass seine Stimme verstummt. Im Gegenteil. 

Sie beginnt dann erst recht nachzuhallen. 

Wenn Dominik Riedo heute gestorben wäre, müsste man deshalb nicht nur von einem Schriftsteller Abschied nehmen. Man müsste Abschied nehmen von einem literarischen Charakter, der sich geweigert hat, Literatur als bloßes Geschäft mit Geschichten zu betrachten. Von einem Mann, der die Kultur nicht als hübsche Randzone der Gesellschaft verstand, sondern als einen ihrer Orte, an denen entschieden wird, wie wir über uns selbst denken

Sein Platz wäre damit nicht einfach leer. 

Er wäre voller Fragen. 

Und vielleicht ist das, was ein Schriftsteller einem Land hinterlassen kann, kostbarer als jede Antwort: die Unruhe, weiterzudenken. 

Dominik Riedo wäre dann nicht einfach verstummt.
Er hätte uns etwas zu lesen hinterlassen – und etwas, worüber wir streiten können.

Das Internet und der Fernseher als totaler Voyeurismus, der nur durch ein genaues Beobachten, Erfassen und in Kunstwerke destillieren die Plumpheit des Erotischen überwindet (nach Adrien Turel).
Die Bewusstheit stört das Bewusstsein. (Sic!)
ADRIEN TUREL könnte doch gerade heute extrem passend sein ... Oder wie soll man mitten im Zeitalter der Sozialen Medien beziehungsweise der ewigen Erreichbarkeit und einer Mutterkuchenumgebung von modernem Elektrogerät wie nie zuvor, seine Aussage sonst lesen: «Dem Zeitalter des Ultra-Technoikum entspricht ein homo ultra-sapiens .. / Der Ultra-Technik bleibt nur der Ueber-Mensch gewachsen.» Anders gesehen: Nietzsches Übermensch wird hier erweitert gedeutet (als zwingend nötige Erscheinung, um die Welt, wie sie ist, überhaupt zu überleben), um dann den jetzigen oder kommenden Menschen als erst wahre Erscheinung zu verklären (?), die einzig all das überleben konnte, was wir seit der Industriellen Revolution oft fälschlicherweise (?) entwickelt haben. / Dieser neue Mensch wäre auch das feste Gegenteil vom Dorftrottieltierchen Dùmmianas Kauferus ... 
CLITERACY (GLITTER-ACY?) oder das Klitarchat.

Sonntag, 13. September 2026

MTV gab in den 1980ern und 1990ern vor, wie ganze Subkulturen aussehen und sich zu weiten Teilen heute noch definieren ... 
Warum wünscht man(n) sich beim Faust-Handel nicht ewiges Leben? Dann muss die Seele nie in die Hölle ...? ... ... Ach so ... 
TOD, TERROR, TITTEN. 
TERROR, TITTEN, TOD. 
TITTEN, TERROR, TOD. 
TERROR, TOD, TITTEN. 
TITTEN, TOD, TERROR. 
TOD, TITTEN, TERROR.
Der Dorftrottel von Romoos war übrigens der Saifo L., auch Rudi* genannt ...  
 
*Siehe Supertramp 1974

Samstag, 12. September 2026

KAPITALISTHMUS.