Montag, 14. September 2026

Ich habe zwei verschiedene AI/KI-Seiten gefragt, wie ein Nachruf auf mich aussehen würde, wenn ich heute gestorben wäre ...  
Welcher NACHRUF auf mich ist besser/lustiger/spannender/falscher/klischeebehafteter? 
 
1) 
Zum Tod von Dominik Riedo: Ein unerschrockener Sezierer der menschlichen Seele 
Die Schweizer Literatur verliert eine ihrer mutigsten, streitbarsten und kompromisslosesten Stimmen. Der Schriftsteller, Germanist und Denker Dominik Riedo ist im Alter von 52 Jahren verstorben. Er hinterlässt ein vielschichtiges Werk aus weit über 30 Büchern, das vor allem eines zeigt: eine radikale intellektuelle Redlichkeit und die unermüdliche Weigerung, vor gesellschaftlichen Tabus den Blick zu senken. 
Der literarische Mut zum Tabubruch 
Riedo, 1974 in Luzern geboren, suchte in seiner Literatur selten den einfachen Trost, sondern vielmehr die schonungslose Wahrheit. Nationale Bekanntheit erlangte er spätestens 2015 mit dem autobiografischen Buch „Nur das Leben war dann anders. Nekrolog auf meinen pädophilen Vater“. Ausgehend von einer realen Grabrede brach Riedo darin das wohl am tiefsten sitzende gesellschaftliche Tabu. Er sezierte die Tagebücher seines Vaters, Gerichtsakten und die eigenen Erinnerungen, um das System des Schweigens in Familie und Gesellschaft offenzulegen. Es war ein Balanceakt zwischen intimer Scham und analytischer Kälte – ein Werk, das ihm in der Literaturszene bleibenden Respekt einbrachte. 
Engagement für die Aufklärung und das freie Wort 
Riedos Schaffen erschöpfte sich jedoch nie im rein Autobiografischen. Als promovierter Germanist lebte er einen radikalen Humanismus vor. Er engagierte sich stark im DeutschSchweizer PEN Zentrum, dessen Präsidium er mehrfach übernahm. Zudem wirkte er als Mitherausgeber der Zeitschrift „Aufklärung und Kritik“
Ob als ironisch gewählter, direktdemokratischer „Kulturminister der Schweiz“ (2007–2009) oder als feinsinniger Essayist: Riedo verstand Kultur stets als Reibungsfläche. Seine literarische Welt war geprägt von feinen Rissen, schwarzem Humor, aphoristischer Kürze und einer tiefen Liebe zu literarischen Nonkonformisten wie Arno Schmidt oder Carl Spitteler. 
Das Vermächtnis 
Mit Dominik Riedo verliert die Kulturszene in Ittigen und der gesamten Schweiz einen Aufklärer im besten Sinne des Wortes. Seine Texte bleiben als Seismografen menschlicher Abgründe und gesellschaftlicher Widersprüche bestehen. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. 
 
*************** 

2) 

Ein Schriftsteller, der sich nicht mit der Welt abfinden wollte 

Zum fiktiven Tod von Dominik Riedo 

Manche Schriftsteller schreiben, weil sie Geschichten erzählen wollen. Andere schreiben, weil sie einer Welt, die ihnen allzu selbstverständlich erscheint, widersprechen müssen. Dominik Riedo gehörte zur zweiten Sorte. 

Wenn heute die Nachricht von seinem Tod käme, würde man zunächst versucht sein, sein Leben in Daten und Stationen zu ordnen: 1974 in Luzern geboren, Schriftsteller, Essayist, Literaturwissenschaftler, Kulturpolitiker, Präsident des DeutschSchweizer PEN-Zentrums – und für einige Jahre sogar der eigensinnige, selbsternannte „Kulturminister der Schweiz“. Doch eine solche Aufzählung würde seinem Wesen kaum gerecht. Denn Riedos eigentliches Thema war nie der Lebenslauf. Es war die Freiheit. 

Die Freiheit des Denkens. Die Freiheit der Literatur. Die Freiheit, einer Mehrheit zu widersprechen, wenn man selbst eine andere Wahrheit zu erkennen glaubt. 

Riedo war einer jener Autoren, bei denen sich Literatur und gesellschaftliche Einmischung nicht sauber voneinander trennen lassen. Er schrieb nicht aus einem sicheren Abstand zur Welt. Er mischte sich ein. In Essays, Romanen und kulturpolitischen Interventionen zeigte sich ein Schriftsteller, der den öffentlichen Raum nicht den Politikern, Funktionären und Institutionen überlassen wollte. Literatur war für ihn kein dekoratives Beiwerk einer wohlgeordneten Gesellschaft. Sie war eine Form des Widerspruchs. 

Vielleicht lag darin auch etwas Unbequemes. Wer sich so entschieden einmischt, riskiert Missverständnisse. Wer sich nicht damit begnügt, die richtigen Fragen zu stellen, sondern auch die falschen Antworten angreift, macht sich nicht überall beliebt. Doch gerade darin lag eine Qualität, die der Literatur gut ansteht: der Mut, nicht gefällig sein zu müssen. 

Dominik Riedo war ein Schweizer Schriftsteller – aber einer, der sich mit dem Begriff Schweiz nie einfach zufriedengab. Ihn interessierte das Land als kultureller und politischer Raum, als Versprechen und als Widerspruch. Seine Auseinandersetzung mit der Schweiz war deshalb nie bloß patriotisch und nie bloß kritisch. Sie war leidenschaftlich. Er nahm dieses Land ernst genug, um mit ihm zu streiten. 

Das macht seinen möglichen Tod zu einem Verlust, der sich nicht allein in den Büchern bemessen ließe. 

Denn Schriftsteller hinterlassen nicht nur Texte. Sie hinterlassen Reibungsflächen. Sätze, über die man sich ärgert. Gedanken, die einen nicht mehr loslassen. Fragen, die nach der Lektüre größer sind als zuvor. Und manchmal hinterlassen sie vor allem die Erlaubnis, selbst widerspenstig zu denken. 

Vielleicht ist das die schönste Form literarischer Hinterlassenschaft. 

Wer Dominik Riedo gelesen hat, wird deshalb nicht einfach sagen können: Er hat geschrieben. Man wird eher sagen müssen: Er hat sich eingemischt. 

Und gerade in einer Zeit, in der kulturelle Debatten immer schneller werden, Meinungen in Schlagzeilen passen müssen und der Widerspruch oft nur noch als Störung gilt, wirkt ein solcher Schriftsteller plötzlich besonders gegenwärtig. Ein Autor, der auf der Eigenständigkeit des Denkens beharrt, wird nicht dadurch überflüssig, dass seine Stimme verstummt. Im Gegenteil. 

Sie beginnt dann erst recht nachzuhallen. 

Wenn Dominik Riedo heute gestorben wäre, müsste man deshalb nicht nur von einem Schriftsteller Abschied nehmen. Man müsste Abschied nehmen von einem literarischen Charakter, der sich geweigert hat, Literatur als bloßes Geschäft mit Geschichten zu betrachten. Von einem Mann, der die Kultur nicht als hübsche Randzone der Gesellschaft verstand, sondern als einen ihrer Orte, an denen entschieden wird, wie wir über uns selbst denken

Sein Platz wäre damit nicht einfach leer. 

Er wäre voller Fragen. 

Und vielleicht ist das, was ein Schriftsteller einem Land hinterlassen kann, kostbarer als jede Antwort: die Unruhe, weiterzudenken. 

Dominik Riedo wäre dann nicht einfach verstummt.
Er hätte uns etwas zu lesen hinterlassen – und etwas, worüber wir streiten können.

Das Internet und der Fernseher als totaler Voyeurismus, der nur durch ein genaues Beobachten, Erfassen und in Kunstwerke destillieren die Plumpheit des Erotischen überwindet (nach Adrien Turel).
Die Bewusstheit stört das Bewusstsein. (Sic!)
ADRIEN TUREL könnte doch gerade heute extrem passend sein ... Oder wie soll man mitten im Zeitalter der Sozialen Medien beziehungsweise der ewigen Erreichbarkeit und einer Mutterkuchenumgebung von modernem Elektrogerät wie nie zuvor, seine Aussage sonst lesen: «Dem Zeitalter des Ultra-Technoikum entspricht ein homo ultra-sapiens .. / Der Ultra-Technik bleibt nur der Ueber-Mensch gewachsen.» Anders gesehen: Nietzsches Übermensch wird hier erweitert gedeutet (als zwingend nötige Erscheinung, um die Welt, wie sie ist, überhaupt zu überleben), um dann den jetzigen oder kommenden Menschen als erst wahre Erscheinung zu verklären (?), die einzig all das überleben konnte, was wir seit der Industriellen Revolution oft fälschlicherweise (?) entwickelt haben. / Dieser neue Mensch wäre auch das feste Gegenteil vom Dorftrottieltierchen Dùmmianas Kauferus ... 
CLITERACY (GLITTER-ACY?) oder das Klitarchat.

Sonntag, 13. September 2026

MTV gab in den 1980ern und 1990ern vor, wie ganze Subkulturen aussehen und sich zu weiten Teilen heute noch definieren ... 
Warum wünscht man(n) sich beim Faust-Handel nicht ewiges Leben? Dann muss die Seele nie in die Hölle ...? ... ... Ach so ... 
TOD, TERROR, TITTEN. 
TERROR, TITTEN, TOD. 
TITTEN, TERROR, TOD. 
TERROR, TOD, TITTEN. 
TITTEN, TOD, TERROR. 
TOD, TITTEN, TERROR.
Der Dorftrottel von Romoos war übrigens der Saifo L., auch Rudi* genannt ...  
 
*Siehe Supertramp 1974

Samstag, 12. September 2026

KAPITALISTHMUS.
Karl Marx (1818–1883) hat Zeit seines Lebens keine strenge Definition von MATERIE gegeben. Und selbst wenn er eine hatte ... ändern sich Begriffe: Er konnte unter MATERIE keinesfalls das verstehen, was wir unter ihr heute verstehen. – Wichtig sind allein die Beziehungen der Begriffe untereinander beziehungsweise richtiger: zueinander. So konnten denn seine Proselytenmacher Friedrich Engels und Lenin sich eigentlich gar nicht dermaßen falsch auf ihn beziehen, wie sie es ‹leider Gottes› zu großen Teilen getan haben ... 
DÙMBER DANN DÙMB – FÜR DÙMMIAN 
Dùmm, dùmm, dùm-dùm, dùm-dùm, dùmm, dùmm, dùmb; dùmm, dùmm, dùm-dùm, dùm-dùm, dùmm, dùmm, dùmb; dùmm, dùmm, dùmm, dùmm, dùm-dùm, dùm-dùm, dùmb, dùmm, dùmm, dùm-dùm, dùm-dùm, dùmm, dùmm, dùmb, dùmm, dùmm, dùm-dùm, dùm-dùm, dùmm, dùmm, dùmb.
SARAH LUZERNHARDT.
Kamelienbüchse (Frankreich) oder Kamelienblüte (Japan)?
Diese Kindereien immer wieder – und das im Bundestag! Wo ist das Land der Dichter & Denker geblieben? Was wurde aus einem einstmals dafür bekannten Parlament, dass dort immer alles sehr klar ausgesprochen, aber eben nicht ausgeschrien wurde?
Denn insbesondere Cansın Köktürk versucht es immer wieder: Mit politischen Symbolen für Palästina (was per se eigentlich bereits der Verfassung Deutschlands widerspricht), die wie alle anderen politischen Symbole (getragen von Parlamentariern) im Parlament nicht erlaubt sind; indem sie der Bundestagsvizepräsidentin vorwirft, Faschisten zu schützen; übrigens nicht das erste Mal: Bereits im September 2025 und im Juni 2026 hat sie Reden immer wieder gestört (und nicht etwa unterbrochen durch erlaubte Fragen); oder indem sie sich in einer Kufiya dort ablichten ließ – alles in allem ein deutliches Zeichen, dass sie auf der Linie ihrer Partei liegt, die erstens immer wieder antisemitische Positionen einnimmt und zweitens Terror-Gruppen wie die Hamas nicht deutlich verurteilt. 
Dann bin ich also gegen sie oder gar DIE LINKEN? Nein. Ich sitze selber für die GRÜNEN in der Bildungskommission in Ittigen. Aber ich respektiere alle Gegner. Also etwa auch die SVP. Wir sind alle in der Politik (hoffe ich), weil wir für die Entität, der wir angehören, etwas Besseres wollen, also für die Gemeinde, den Kanton oder das Land (oder gar der Welt, etwa in der UNO etc.). Aber dazu sollen wir miteinander reden und niemanden einfach verurteilen, außer diese Person oder Partei/Vereinigung wäre wirklich amtlich verurteilt und an sich zu verbieten.
Würde ich also auch mit der AfD reden? An sich ja. Insofern definitiv festgestellt worden wäre, dass sie nicht rechtsradikal sind oder verfassungswidrig existieren. Denn dann wären ihre Exponenten auch gezwungen, einmal ganz klar zu sagen, was sie wollen und vor allem wie. Also wie sie das, was sie wollen, auch wirklich umzusetzen gedenken. – Denn sollte sich dabei etwas Ungesetzliches anbahnen, kann man sie dann eben dafür verurteilen. Sprich: Würde man die AfD einbinden, wäre sie entweder zu zähmen oder eben es würde aufgedeckt, was an ihnen weshalb konkret zu verbieten wäre. 
Das sei naiv und bereits bei Hitler quasi so gehandhabt worden? Ja und nein. Erstens versucht die AfD tatsächlich nicht so wie die Braunen Horden damals die Menschen auf der Straße anzuhalten, zu bedrohen und sie zu verprügeln (Ausnahmen von einzelnen Menschen gibt es immer, auch bei den Linken). Und zweitens, viel wichtiger, ist ja dann geschehen, was hat geschehen müssen: Dass sich jene Länder, die eine Vision des Völkerbundes umzusetzen gedachten, eben gegen Nazi-Deutschland wandten. Traurig war nur, dass es derart lange gedauert hatte. Das aber wiederum war so, weil die politische Stimmung nach den Versailler Verträgen, den Weimarer Jahren und der Friedenssehnsucht der Menschen nicht traute, schon 1938 oder gar früher, sich deutlich gegen Hitler zu stellen. – Ich hoffe sehr, dass zumindest dies (und mit der UNO) anders wäre. 
Bis wir so weit sind, wäre es das Beste, die Nöte und Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen und eine Wirtschaft zu erreichen, die weder Landschaften verschandelt noch ein Land intern völlig verändert. Denn dann müssten allen Parteien deutlich zeigen, was sie eigentlich wollen – und ob diese Ziele mit den bestehenden Gesetzen vereinbar sind. 
 
P.S.: Köktürk nimmt den Begriff Kurdistan NIE in den Mund. Nur so von wegen Ausgrenzung und Rassismus. Dazu gehört auch, dass sie zwar FREE PALESTINE grölt, aber gleichzeitig Bilder von Atatürk postet, einem Mann, der selbst im Zuge des Unabhängigkeitskrieges und der Nationsbildung Hunderttausende christliche Minderheiten und Kurden vertreiben oder töten ließ. Besonders gut dokumentiert ist das Dersim-Massaker im Jahr 1938, bei dem das türkische Militär mit extremer Härte gegen die aufständische, zumeist alevitische Bevölkerung in der Region Dersim vorging, wobei Tausende Menschen getötet wurden. Historiker werten dies als brutale Niederschlagung eines Aufstands und ethnische beziehungsweise politische Gewalt, selbst wenn der Begriff des «Genozids» hierbei in der Forschung unterschiedlich diskutiert wird – aber mit deutlich mehr Recht verwendet als bei Gaza.

Freitag, 11. September 2026

11/9 und 9/11 ... Zwei Weltereignisse umrahmten (um-framten?) meine Jugend.
Der C-Gatter: Früher wurde kritisiert, dass in Gymnasien der Anteil der jungen Frauen gegenüber den Männern viel zu gering sei ... und es wurden wichtige Schritte eingeleitet, das zu ändern. Wie sieht das nach 20 Jahren BIELER LITERATURINSTITUT aus, an dem viel mehr Frauen als Männer abschließen? Macht man(n) sich da nun auch dran? 
Die B-Gatterin: Das ist nicht dasselbe. 
Der A-Gatter: Klar doch.
Der Neidhammel: Is it Bar'Big or a Barbiebarian? 
Der Ochse: Schnauze.
Crack à dilly Gardens in Man-Chester.
Ölkologisch.