Samstag, 2. Mai 2026
Ein Happy End ist in Schwarz-Weiß-Filmen ja meist die Kontradiktion zum ganzen Film – aber nie mehr als in den typischen TRAMP-Filmen Charlie Chaplins. Wir schauen den Film ja nicht fürs Happy End – und wenn wir könnten, würden wir all das zuvor wie in einem Loop ewig erhalten. Das Nächstbeste davon wäre die Konservierung einer der einprägendsten Szenen, sie wie einzufrieren. Meines Erachtens tut Chaplin dies (zumindest unbewusst) in »The Gold Rush«, als er in circa der 55. Minute in der einen Hütte nahe der Goldgräberstadt wie ewig eingefroren aussieht – nicht in Schnee und Eis, sondern in Federn und Mehl. Die herumfliegenden Federn und das Mehl, in seiner Freude hat er Mehlsack und Kissen aufgerissen, lassen ihn in seiner Einsamkeit aussehen wie in einer Schneekugel. Aufbewahrt auf ewige Zeiten. So ist es dann wohl auch kein Zufall, dass diese Szene von genau jener Frau aufgebrochen wird, mit der er am Ende dann zusammen ist, dem kitschigen Happy End. Sie unterbricht also schon dort unser beginnendes Einprägen der Einsamkeit in der Schneekugel.
Freitag, 1. Mai 2026
Der immer mürrische Murri: Meine Vorhersage zum Tag der Arbeit (hüstel) ... Die sich gerne Former First Lady nennende Michelle Obama wird ihren Mann noch entehelichen. Spätestens, wenn ihr für weitere Bücher die Themen ausgehen. Wartet nur ab.
Sie, lächelnd, der Engel der Vergangenheit: Na, das hat die Hexe 1996 auch gesagt ... und zwar nach elf Jahren dann ... Aber das konnte sie nicht ... hm ...
Wenn mir Förderungsorte, Leserinnen & Leser oder Rezensionen erzählen wollen, dass ich doch besser so schreiben solle, dass es mehr Menschen anspräche, denke ich immer an das folgende Zitat von Karl Ritter (1888–1977), einem bekannten deutschen Filmregisseur, Produzenten und Drehbuchautor während der NS-Zeit: »Der Weg des deutschen Films wird kompromißlos dahin führen müssen, daß jeder Film im Dienst der Gemeinschaft, der Nation und unseres Führers stehen muß.« Oder im Sinne der Mitmenschen, des Ländleins und der seligen Politik ... oder so.
Ist es Ironie oder Hohn des Schicksals, dass der letzte große Film, der im Dritten Reich gedreht wurde (der also über Drehbuch und Planung oder allenfalls Probeszenen hinauskam), »Das Leben geht weiter« war?! (Er wurde zumindest als »Der letzte Film des Dritten Reichs« bekannt und dokumentiert.) Oder war es zynisch, dass er eigentlich das ›Leben‹ im Titel führte, aber die Bevölkerung in den letzten Kriegstagen als Durchhaltepropagandamittel dahingehend motivieren sollte, alles zu opfern, nötigenfalls eben auch das Leben?
Immerhin zeigte er – anders als frühere NS-Filme – Verwüstungen im eigenen Land (kurios: Berlin ›davor‹, also vor den Bombenschäden, musste extra im Studio nachgebaut werden, so zerstört war es schon ...).
Noch kurioser: Genau dieser Film mit dem Titel hat nicht überlebt.
Kostprobe aus dem Dialog: »Ich esse doch so gerne Kartoffelpuffer!« ruft Ewald laut Drehbuch und Gundel erwidert: »Ich habe einen Bärenhunger; ich esse mindestens ein Dutzend.« Vielleicht liegt das Niveau daran, dass Josef Goebbels das Treatment selbst geschrieben haben soll. Der lag in jener Zeit irgendwo zwischen Lähmung und Hoffnung (»Bald kommt die Gefrierbombe!«) und musste periodisch beim Führer vorsprechen, um sich Mut anzusammeln ...
Ich bin im Sprachmeer geboren, in mir wörtelt es stetig. So mag es vielen doof erscheinen, unerwachsen oder was auch immer; aber stets dann, wenn mich eine nackte Brust berührt, denke ich an die TITANIC – weil: Titt à Nick. Und so geht es mit vielen weiteren Wörtern in den absurdesten Momenten, etwa während einer Hirnoperation (2024/2025/2026).
[Echt stolz Nummer x + z]
Donnerstag, 30. April 2026
FRAGEN AN AI/KI VON GOOGLE ...
Wie würde die Welt aussehen, wenn es in den USA keine Demokraten gäbe?
Zusammenfassend würde die Welt ohne US-Demokraten eine Phase der "illiberalen Demokratie" in den USA erleben, die globale Sicherheitsarchitektur destabilisieren und den Einfluss liberaler Werte schwächen.
Wie würde die Welt aussehen, wenn es in den USA keine Republikaner gäbe?
Zusammenfassend würde eine USA ohne Republikaner zu einer stärker liberalen, ökologisch bewussteren und international stärker engagierten Supermacht führen, während der globale Einfluss von autokratischen Staaten geschwächt würde.
Mittwoch, 29. April 2026
Die Gefahr durch russische Schattenflotten oder durch das Kappen von Internet-Leitungen durch russische Boote ist nichts Neues: Der Doggerbank-Zwischenfall hätte 1904 fast zu einem Krieg zwischen Russland und Großbrittanien geführt – nur, weil die Russen nervös und schießwütig waren ... Also wie heute.
Dienstag, 28. April 2026
Montag, 27. April 2026
Die Demokratie wählt mit der Zeit nicht mehr den geschicktesten Führer, sondern den besten Lügner – und genau daran zerbricht jede Demokratie am Ende. Sie belohnt nicht die Weisheit, sondern die Kunst der Überzeugung. ... Man sehe sich nur mal die gewählten Politiker*innen der Jetztzeit an: praktisch alles unwissende Redemotzer, die vor allem sich selbst gut fühlen wollen, jeweils auf's hohe Ross gehoben von Menschen, die sich einen Politiker suchen, der am ehesten zur Idee in ihrem Kopf passt. Jene Köpfe, die vor Antisemitismus, Geldgier (nicht für dich, aber sehr wohl für mich), Selbstdarstellungssucht (immer sie sind auf ihren sozialen Medienkanälen, kaum mal etwas sonst) und Denkunlust (verpflichtende Kurse für alle, ausser für sie) strotzen. Ein Haufen scheinbar erwachsener Kinder, die jedem Denker schon im alten Athen den noch nicht so vorhand'nen Nuggi aus dem Mund gepresst hätte, vor lauter Entsetzen! (Seit spätestens 2019, sicher 2020/2021 haben wir Pseudo-Weltleiter, die sich tatsächlich einreden, sie seien einer Aufgabe gewachsen, in dessen Angesicht etwa Willy Brandt eingestanden hätte, sich sehr auf Fachleute verlassen zu müssen ... was damals zum Glück öfter mal Schriftsteller waren, die man noch als solche bezeichnen mochte.)
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