Montag, 31. August 2026
FUSILLADE bei einem Techno-Rave auf der Pferderennbahn im Aarauer SCHACHEN ...: Wieder ist von einem ZUFALLSOPFER (und was ist mit den fünf anderen, zum Teil schwer Verletzten?) die Rede. Man spricht sich gegenseitig Mut zu. – Aber wann werden wir uns in der Schweiz endlich eingestehen, dass auch Helvetien definitiv im Zeitalter der Anschläge/Amokläufe angekommen ist? Das Internet beziehungsweise die Sozialen Medien und die schleichende Veränderung der Gesellschaftszusammensetzung, um nicht zu sagen: der (Bünzli-)Gesellschaftsordnung, machen's möglich ... oder schaffen sogar erst die Voraussetzungen für all den Kaum- bis Non-Jubel und die vielfältige Schicki-Micki-Mille-Kille-Trubeleien. Halt ohne Mos nix los oder falls Kohle, dann bald Knarre-vor-dem-Kopp-Situationen.
Sonntag, 30. August 2026
Samstag, 29. August 2026
DAS UNBEHAGEN IN DER WELT
Ort: Ein alternatives Kollektivcafé in Berlin-Kreuzberg. Zwischen stickigen Zimmerpflanzen und Flohmarktmöbeln sitzen die beiden Frauen an einem wackeligen Holztisch, vor sich die neusten iPhone-Modelle.
Caro (lässt den Kopf auf die Hände sinken): Du, ich kann das alles einfach nicht mehr. Schon wieder eine 40-Stunden-Woche, nur um die horrende Miete für mein WG-Zimmer zu finanzieren. Der Spätkapitalismus saugt mir komplett die Lebensenergie aus.
Lara (nimmt einen tiefen Schluck Haferlatte und nickt energisch): Ich sag’s dir doch immer wieder: Einzig und allein der Sozialismus ist die richtige Gesellschaftsform. Das ganze System hier ist doch nur darauf ausgelegt, uns bis zum Burnout auszubeuten, damit ein paar CEOs sich die nächste Jacht finanzieren können.
Caro (erregt): Eben! Wenn die Produktionsmittel erst mal in unserer Hand sind, ist endlich Schluss mit diesem ewigen Leistungsdruck. Im Sozialismus müssten wir nicht mehr so schrecklich viel ackern. Da reicht es, wenn jeder das beiträgt, was er kann, und wir teilen die Arbeit fair auf. Vier Stunden am Tag den Gemeinschaftsgarten gießen oder hier im Café aushelfen – das wäre mein Maximum. Danach könnten wir endlich mehr shoppen.
Lara (zustimmend mit ihrem ganzen Körper): Absolut. Wir würden einfach bedarfsorientiert produzieren, anstatt für den Profit zu schuften. Weniger Bullshit-Jobs, mehr kollektive Freizeit. Endlich mal ausschlafen, ohne das schlechte Gewissen, dass man gleich wieder im Hamsterrad rennen muss. Ich würde mehr reiten oder verreisen, alle Länder der Welt besuchen!
Caro (lächelt matt): Ein Traum. Keine Deadlines mehr, keine toxischen Chefs, kein Hustle-Mindset. Nur noch Solidarität und ein gutes Leben für alle. Lass uns bitte ab morgen die Revolution starten, ich will einfach nur noch auf der Couch liegen und exotische Früchte essen.
Freitag, 28. August 2026
Donnerstag, 27. August 2026
Wie Dùmmian Geld, das für die humanitäre Arbeit gesammelt wurde, verteilt ... Sein Prinzip lautet: Let's give it to the needy – and I needy it all. Das ist übrigens nicht einfach nur ein schlechter Witz: Denn in einer Non-Profit-Organisation hat er es geschafft, dass sämtliche Zahlungen der ständig Zahlenden (also von den spontanen Spendern abgesehen) alle in seine Arbeit fließen ... eine Arbeit, die notabene wie gesagt als EHRENAMTLICH definiert wäre ... und trotzdem sieht er sich als guten Menschen. Es sind doch immer wieder die ethischen Wichte, die sich für (Schatten-)Riesen halten.
Mittwoch, 26. August 2026
Sacher Mach Doch!
Für Bernd Rauschenbach (den Huflattich ...
... oder den Stümper?
... oder etwa den ff.?
Egal – Für Bernd!)
Personen
- Herr Ober: Ein gestresster Kellner im Frack
- Der Tourist: Ein hungriger Gast aus Übersee
- Die Torte: Der süße Geist der Sachertorte (Singstimme aus dem Off)
Szene: Im Café Sacher, Wien
Bühnenbild: Ein elegant gedeckter Tisch, rote Plüschsessel, Kronleuchter.
1. Auftritt: Der Tourist
(Der Tourist sitzt am Tisch, trommelt mit den Fingern und atmet schwer.)
Der Tourist
Ich will die Torte!
Ich will sie jetzt!
Die Zeit ist knapp,
Der Magen schmerzt!
Sacher, mach doch! Gib mir Glück!
Ich brauche dieses Schokoladestück!
Ich will die Torte!
Ich will sie jetzt!
Die Zeit ist knapp,
Der Magen schmerzt!
Sacher, mach doch! Gib mir Glück!
Ich brauche dieses Schokoladestück!
2. Auftritt: Herr Ober
(Herr Ober kommt langsam mit einem Silbertablett heran. Er bewegt sich wie in Zeitlupe.)
Herr Ober
Halt ein, o Gast!
Keine Haislichkeit!
Hier herrscht die Ruhe,
Hier herrscht die Zeit.
Das Original braucht Ehrfurcht und Sinn,
Der Kaffee braucht Schlagobershyn (Schlagobers hin).
Halt ein, o Gast!
Keine Haislichkeit!
Hier herrscht die Ruhe,
Hier herrscht die Zeit.
Das Original braucht Ehrfurcht und Sinn,
Der Kaffee braucht Schlagobershyn (Schlagobers hin).
Der Tourist
(schreit)
Ich sterbe vor Hunger!
Der Zucker sinkt!
Bis du servierst,
Der Tag verlinkt!
(schreit)
Ich sterbe vor Hunger!
Der Zucker sinkt!
Bis du servierst,
Der Tag verlinkt!
3. Auftritt: Die Torte
(Ein goldenes Licht fällt auf den Torten-Teller in der Mitte.)
Die Torte
(aus der Ferne, zart und süß)
Dunkle Schale, weicher Kern,
Aprikose hab ich gern.
Schlagobers krönt meine Pracht,
Wer mich isst, vergisst die Nacht.
Warte, atme, sei bereit,
Süße ist die Ewigkeit!
(aus der Ferne, zart und süß)
Dunkle Schale, weicher Kern,
Aprikose hab ich gern.
Schlagobers krönt meine Pracht,
Wer mich isst, vergisst die Nacht.
Warte, atme, sei bereit,
Süße ist die Ewigkeit!
Finale
(Herr Ober stellt den Teller feierlich vor den Touristen. Der Tourist erstarrt vor Ehrfurcht.)
Herr Ober
Bitte sehr. Ein Original.
Bitte sehr. Ein Original.
Der Tourist
(schmilzt dahin)
Kein Streit mehr. Nur noch Qualm und Schall.
(Er nimmt den ersten Bissen, Orchester explodiert in Walzerklängen).
(schmilzt dahin)
Kein Streit mehr. Nur noch Qualm und Schall.
(Er nimmt den ersten Bissen, Orchester explodiert in Walzerklängen).
Alle zusammen
Sacher, mach doch! Immerfort!
Süßestes Wien an diesem Ort!
Sacher, mach doch! Immerfort!
Süßestes Wien an diesem Ort!
Vorhang. Allen im Publikum wird ein Stück Sacher-Torte serviert und ein Buch von Bernd Rauschenbach in die Hand gedrückt. Nur wer es fertig gelesen hat, darf auf die Toilette. Wer eine Rezension verfasst hat, darf das Theater verlassen.
Übrigens, woran erinnert die Definition von Chipolata [sic!] bei GOOGLE: «Chipolata ist eine kleine, mittelgrobe Wurst mit einem Durchmesser von circa zwei Zentimetern und sechs Zentimeter Länge und in Schafssaitling gefüllt» ...? Kleopatra? Dùmmian (ich weiß, du hast keine Chance ...)? Anastasia/Anna Stesia?
70 Jahre BRAVO (exakt HEUTE!) ... So erinnert sich die Schweizer Cipollata-Prominenz an Dr. Sommer
Weit vor TikTok und Social Media war die Welt für Kinder und Jugendliche noch voller Wunder & Geheimnisse. Und obwohl meine erste Freundin, die mit mir dieselbe Schulklasse besuchte, ja selbst noch unter 16 war, kam ich mir vor meinem beginnenden 17. Lebensjahr wie zu jung und unreif vor in diesem Riesenbiotop voller Gefahren und Unbekanntem, als würde ich nur eine vorgegebene Rolle spielen – oder vielleicht noch eher, als wäre ich nur ein Zuschauer des Theaters meines eigenen Lebens ... Denn durch meine Eltern, vor allem aber meine Mutter, bekam ich vermittelt, dass das Leben bis zum Abschluss der Ausbildung nicht wirklich zähle ... und vor dem magischen Alter 16, quasi der Startschuss zum theoretisch erlaubten Sexleben (obwohl es zuvor ja auch schon stattgefunden hatte, aber zum Glück nie mit jemandem, der oder die mehr als drei Jahre älter war) war es eh nix mit Eine-Freundin-nach-Hause-Einladen, zumindest offiziell ... Eigentlich eine Dummheit, denn so machte man es halt einfach irgendwo an versteckten Orten, an denen wir auch mal unsittlich beobachtet wurden.
Weit vor TikTok und Social Media war die Welt für Kinder und Jugendliche noch voller Wunder & Geheimnisse. Und obwohl meine erste Freundin, die mit mir dieselbe Schulklasse besuchte, ja selbst noch unter 16 war, kam ich mir vor meinem beginnenden 17. Lebensjahr wie zu jung und unreif vor in diesem Riesenbiotop voller Gefahren und Unbekanntem, als würde ich nur eine vorgegebene Rolle spielen – oder vielleicht noch eher, als wäre ich nur ein Zuschauer des Theaters meines eigenen Lebens ... Denn durch meine Eltern, vor allem aber meine Mutter, bekam ich vermittelt, dass das Leben bis zum Abschluss der Ausbildung nicht wirklich zähle ... und vor dem magischen Alter 16, quasi der Startschuss zum theoretisch erlaubten Sexleben (obwohl es zuvor ja auch schon stattgefunden hatte, aber zum Glück nie mit jemandem, der oder die mehr als drei Jahre älter war) war es eh nix mit Eine-Freundin-nach-Hause-Einladen, zumindest offiziell ... Eigentlich eine Dummheit, denn so machte man es halt einfach irgendwo an versteckten Orten, an denen wir auch mal unsittlich beobachtet wurden.
Nun, um meiner Unsicherheit irgendwie zu begegnen, vor allem aber, um den Wundern & Geheimnissen zumindest im Hinblick auf die Sexualität auf die Spur zu kommen, hörte ich quasi wöchentlich am Montagabend bei RADIO Z der Sendung SEX NACH NEUN zu, wo (Sexpertin) Marta Emmenegger wie schon im BLICK die Sex-Fragen der Nation beantwortete. Diese Phase, die sich für mich ewiglich anfühlte, dauerte wohl circa zwei Jahre. Doch waren mir sowohl die Art, wie geantwortet wurde, als auch die Art der Fragen, viel näher als die Rubrik DR. SOMMER im BRAVO, das ich in meinem Leben nämlich nicht ein einziges Mal gekauft habe. Nur in den Lagern (Jungwacht-, Schul- und Musiklagern) lagen diese Heftchen immer mal herum und mein Hirn leckte sich einen Schleck Erinnerung für später auf ... Ach, so sehen diese Dinger aus. Ich ahnte, dass später viele darum ein großes Trara machen würden (ich war naseweis, lag aber oft richtig).
Nur einmal hätte ich eine BRAVO fast gekauft. Aber nicht, weil ein Star drin war, den ich mochte. Ich habe nie für Stars geschwärmt – und schon gar nicht für berühmte Frauen (die waren mir zu weit entrückt, zu unnahbar). Auch habe ich nie Poster meiner Lieblingsbands aufgehängt; das war mir irgendwie immer zu blöd. Aber später, mit 16, lag in einem deutschen Antiquariat auf dem Land plötzlich das allererste BRAVO-Heft ever vor mir, eben jene Ausgabe vom 26. August 1956 – mit dem Cover, auf dem Marilyn Monroe irgendwie monsterclownmässig aussieht, weil es ein Schwarz-weiß-Bild ist, die Grafikabteilung aber ihren Mund rot nachgezeichnet hatte ... was dem Ganzen bis heute einen Gruseleffekt verleiht. Eine ganz andere Art von Gruseleffekt besaß die Frage auf dem Titelblatt: «Haben auch Marilyns Kurven geheiratet?» ... WTF?! Ich glaube diese extreme Dummheit und Misogynie haben mich dann davon abgehalten, das Heft zu kaufen, auch wenn es vergleichsweise preiswert gewesen wäre.
August 2026
MILLI VANILLI haben gewissermaßen AI/KI-Musikgruppen vorweggenommen: Sie haben ihre Songs nicht selbst geschrieben (Texte wie Melodien nicht), nicht selber arrangiert, nicht selber produziert, haben nicht selbst gesungen und auch keine Instrumente gespielt. Sie haben nicht mal ihre eigenen Choreografien erarbeitet (auch wenn das heute teilweise behauptet wird: die eigentlichen Gesamtabläufe für die Musikvideos entwarfen Profis), geschweige denn ihre Kostüme oder Frisuren entworfen (sie sollen einige Ideen mit eingegeben haben, was auch immer das meint ... also etwa wie bei AI/KI einen PROMPT). Sie sind einzig & allein als quasi leere Hüllen hingestanden und haben sich wie Kasperle-Figuren auf den Bühnen nach den Wünschen des Managements bewegt. Nicht einmal den Band-Namen haben sie selbst ausgewählt.
Ergo: MV als Vorläufer von billiger AI/KI, die mit PROMPTS bewegt wurden ...
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