Dienstag, 15. September 2026

Typ*innen, von denen einige sonst kaum mehr fünf Minuten zu stehen vermögen (ich kenne es, ich war 2024–2026 genug im Spital), geben einem Film eine offenbar 25-Minuten-Standing Ovation, obwohl der Titel NAZA wohl bewusst infam gewählt wurde: Ein (= 1) Buchstaben entfernt von NAZI, you know. Man hätte ihn, sowieso komponiert für ein westliches Publikum (UND ein britischer Film, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/NAZA_(Film)), auch einfach mit dem ebenfalls vorhandenen, englischen Titel benamsen können: Collateral Damage (denn genau das, Kollateralschaden – ein schreckliches Wort –, bedeutet NAZA auf Hebräisch). Es meint aber, darum wurde der Begriff überhaupt geschaffen, zivile Opfer zu vermeiden (denn wer das gar nicht will, muss ja auch nicht unterscheiden zwischen militärischen Zielen und zivilen Personen). 
Da verwundert es einen kaum noch, dass Maggie Gyllenhaal in Venedig sagte, es erinnere sie an ZONE OF INTEREST. Sie vergleicht also die Juden (wieder einmal) direkt mit den Nazis. Arme-Opfer-Juden bis 1945, böse Täter-Juden ab 1945/48. Obwohl es ja lange Zeit und mit einer überraschend großen Deckungsgleichheit exakt dieselben Menschen waren! 
Was will ich damit nicht sagen? Ich will keine Zensur oder so! Wir brauchen freie Künste, freie Medien, wir brauchen Whistleblower. Aber das Problem bei diesem Film ist, dass nicht genug transparent aufgezeigt wird, warum genau was gesagt wurde und wer diese Personen eigentlich sind beziehungsweise was sie wirklich wissen können. Und exakt das verhindert eben eine Überprüfung und damit auch ein berechtigtes Nachvollziehen/Nachkontrollieren, wenn man sich darauf einlassen wollte. 
(Noch was: Nein, ich würde den beiden Hauptverantwortlichen die Staatszugehörigkeit NICHT nehmen. Das ist daneben!)
#NAZA #NAZI

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