Mittwoch, 15. Juli 2020

Stückwerk, Fragment: Es steckt so viel mehr darin als bloß das Anzeichen für ein Nie-Genug.
Der viel beschworene ‹gemeinsame Nenner› der Großen (meist: Einsamen) ist so überraschend nicht: «Ekel vor der Dummheit und Gemeinheit der Menschen …» - wortwörtlich bei Thoman Mann, Karl Kraus, Wolf von Niebelschüz, Hans Wollschläger, Uwe Dick. Was braucht es mehr? Es genügt, es genügelt …
Ecce homo: Das Crescendo all der die Wörter immer mehr aufladenden und schließlich wie sprengenden Paranoia …
– und so werden wir älter und schreiben mit der Zeit nur noch Wortklüngel und Syntaxen, dir nur noch wir selber (hey, Bruder im Geiste! Die Schwester ist eh schon da) verstehen!
Warum Literatur? – Der Weltlauf bedarf der Nach-Formung, um wenigstens in der Literatur mit seinen Grässlichkeiten  etwas sinvoller dazustehen. –– Vielleicht wäre es ja alles nicht so schlimm, wenn das Leben zuletzt nur ein Formproblem wäre, und wir hätten nur das Unglück, immerzu den chaotischen Stoff in seiner Notizform aushalten zu müssen.

Dienstag, 14. Juli 2020

AUCH ICH BIN IN AKKADIEN (sic!) GEWESEN! (Die Keilschrift-Spuren: Zeichen wie kleine Füsse im Sand - eine unendliche Zeile, an der entlangzuleben wäre: einem transzendenten Ziele zu ...)