Montag, 10. August 2026

Früher haben ausnahmslos alle Ärzte meiner Mutter stets gesagt, dass es nicht gut sei, wenn sie sich anhand des Pschyrembels oder eher zweitrangiger Krankheitslexika selbst zu diagnostizieren versuchte ... was meist meinte, sich eine Krankheit auszusuchen, die sie gar nicht hatte. Heute aber sollten die Ärzte den jungen Möchtegern-Kranken doch auch etwas mehr auf die Finger klopfen, wenn sie wieder mal in die Praxis stürmen, um quasi eine schriftliche Zusicherung zu erhalten, sie hätten ADHS, eine Autismus-Spektrums-Störung, eine Hochsensibilität etc. pp., also eine der Trenddiagnosen, die sich auf SOCIAL MEDIA prächtig herausstellen lassen (und ich sage das als ehemaliges POS-Kind ... und mit einer extremen Hyper-/Über-/Hochsensibilität, die ärztlich festgestellt wurde, obwohl ich die lieber nicht hätte!)

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