FRAGE der Autorin an mich (per SMS und mit angehängtem Foto des Gedichts in Handschrift): Ist das nun ein schlechtes Gedicht, ein rassistisches oder im Ausdruck, den ich suche, gerade noch okay? Hier das Gedicht:
Schatten stürzen tief im Lauf,
keiner fängt das Unglück auf.
Flügel brechen jäh den Wind,
weil die Augen finster sind.
keiner fängt das Unglück auf.
Flügel brechen jäh den Wind,
weil die Augen finster sind.
Schwarzer Steiß im grauen Licht,
das den stolzen Flug zerbricht.
Fallen ohne Gegenwind,
wo die Träume hilflos sind.
das den stolzen Flug zerbricht.
Fallen ohne Gegenwind,
wo die Träume hilflos sind.
Ganz berührungslos und sacht
sinkt die Nacht mit aller Macht.
Vogel stürzt im falschen Schein,
bringt dem ganzen Hause Pein.
sinkt die Nacht mit aller Macht.
Vogel stürzt im falschen Schein,
bringt dem ganzen Hause Pein.
Gelb erstrahlt das Strafgericht,
doch das Schicksal wendet nicht.
Pech fliegt mit im finstren Raum,
löscht den letzten Siegestraum.
doch das Schicksal wendet nicht.
Pech fliegt mit im finstren Raum,
löscht den letzten Siegestraum.
Meine ANTWORT (per SMS): Also weißt du, schon handwerklich ist es nicht ganz korrekt, und das, was ein Gedicht ausmacht (dass normale, abgelutschte Wörter ... eine neue Bedeutung erhalten im frischen Kontext), fehlt sogar ganz. Nur der Subtext ist relativ geschickt gemacht, wobei eines der Bilder sicher hinterfragt werden müsste. Auch sind die Endreime in der zweiten Strophe teilweise eine Wiederholung (ohne Zweck innerhalb des Gedichts). Was das rassistische Element betrifft, so wäre die entscheidende Frage: Hast du das beabsichtigt (wie ich dich kenne ... ja hoffentlich nicht)? Oder nur die Möglichkeit untergebracht, Rassisten eben gerade zu entlarven? Alles in allem wirkt das Gedicht irgendwie altbacken und zu modern gleichzeitig: KI? Das in aller Kürze.

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