Wenn Autoren etwas schreiben, was sie noch gar nicht wissen (aber die Wellen der Scheiß-Dummheit klatschen in der Nacht der ewigen Blödheit gegen die Gestade der Elfenbeinturminsel, wusste schon Flaubert; also können sie zumindest etwas ahnen, darum sind sie ja Schriftsteller) ...: Ausgerechnet in ANDORRA (siehe Max Frischs Stück gleichen Namens) wurde in der Gemeinde Encamp (was die Welt nicht für schreckliche Wortwitze spielt: En Camp!) eine Figur in den Farben von Israel mit einem David-Stern im Gesicht öffentlich vorgeführt, angeklagt, zum Tode verurteilt und danach zuerst gehängt, dann erschossen und schließlich verbrannt! (Again: wie in den KLs oder KZs!) Das ist keine harmlose Folklore, das ist ein Ritual, früher bekannt als Verurteilung IN EFFIGIE. Und damit der Wunsch, Juden öffentlich durch Prozesse zum Tode zu verurteilen und möglichst schandbehaftet hinzurichten und auch noch zum Verschwinden zu bringen (verbrennen!). Antisemitismus tarnt sich seit dem 7. Oktober 2023 wieder vermehrt als Israelkritik – doch wenn der Davidstern öffentlich gedemütigt, erschossen und verbrannt wird, ist die Grenze überschritten. Das ist keine Debatte. Das ist Judenhass in aller Öffentlichkeit.
Dienstag, 17. Februar 2026
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