Samstag, 31. Januar 2026
Freitag, 30. Januar 2026
Donnerstag, 29. Januar 2026
Mittwoch, 28. Januar 2026
DER GALGEN UND DER PRANGER
Sie kamen nicht nur mit Stiefeln und Karten,
nicht nur mit Fahnen, die den Himmel verschluckten.
Sie brachten zwei Möbel mit,
alt wie die Angst,
handlich wie ein Urteil:
den Galgen
und den Pranger.
Wo sie einfielen,
stand plötzlich der Tod aus Holz,
sauber gezimmert,
ordnungsgemäß.
Daneben der Platz für das Gesicht,
das man zeigen wollte,
damit es jeder lernte zu verachten.
Der Galgen war für die Körper.
Der Pranger für die Seelen.
Und zwischen beiden
stellte man die Dichter,
die Musiker,
die Maler,
die Schauspieler mit zu lauter Stimme,
die Denker mit zu schiefen Gedanken.
Man nagelte ihre Werke an die Schande,
nannte Schönheit „entartet“,
Zweifel „Verrat“,
Freiheit „Krankheit“.
Applaus wurde Beweisstück,
Einbildung ein Verbrechen.
Wer Worte liebte,
lernte das Schweigen.
Wer Farben sah,
lernte das Grau.
Wer Töne hörte,
hörte bald nur noch Schritte.
Der Galgen knarrte im Wind der Parolen,
der Pranger stand mitten auf dem Marktplatz der Meinung.
Und das Volk sah zu —
aus Angst,
aus Gewohnheit,
aus Hoffnung, verschont zu bleiben.
Doch selbst dort,
wo der Strick wartete
und der Spott lachte,
blieb etwas ungehorsam lebendig:
ein Vers im Kopf,
eine Melodie unter der Haut,
ein Bild, das sich weigerte zu verblassen.
Denn Galgen töten Menschen,
Pranger beschämen Gesichter —
aber Kunst
stirbt langsam
und merkt sich alles.
Und irgendwann
stehen die beiden wieder da,
verwittert, leer,
Museumsstücke der Schande.
Während die Stimmen,
die man brechen wollte,
leiser vielleicht,
aber weiter
durch die Zeit gehen.
[Gesetzt wie damals ...] DR / Januar 2026
Dienstag, 27. Januar 2026
Montag, 26. Januar 2026
Sonntag, 25. Januar 2026
- Digitale Inhalte: Illegale Downloads und die Erwartung, dass Nachrichten, Musik und Filme kostenlos verfügbar sein sollten.
- Datenökonomie: Viele Online-Dienste sind "gratis", finanzieren sich aber durch das Ausspionieren und den Verkauf von Nutzerdaten.
- Kulturelle Angebote: Kostenloser Zugang zu Museen oder Kulturveranstaltungen in Städten wie Berlin und Paris, oft zur sozialen Integration genutzt Schweizer Radio und Fernsehen.
Die Gratiskultur führt dazu, dass Nutzerdaten zur Haupteinnahmequelle für Konzerne werden und die eigentlichen Ersteller von Inhalten oft leer ausgehen.
- Krasses Beispiel: Um den Gegenwert einer Tasse Kaffee zu verdienen, benötigt ein Künstler auf Plattformen wie Spotify oft tausende Streams. Die schiere Masse an verfügbaren Titeln (über 71 Millionen allein im deutschen Markt 2023) verstärkt den Druck auf die Urheber.
- Beispiel Kulturjournalismus: Hochwertige Rezensionen und Einordnungen verschwinden zunehmend, da Leser selten bereit sind, für diese spezifischen Inhalte zu bezahlen. Dies führt zu einem „langsamen Tod der Kulturkritik“, da Journalisten ihre Arbeit kaum noch gegenfinanzieren können.
- Open Source: Während viele Entwickler Software kostenlos zur Verfügung stellen, nutzen große Konzerne diesen Code oft für milliardenschwere Produkte, ohne die ursprünglichen Entwickler nennenswert zu unterstützen.
- Beispiel: Plattformen wie TikTok oder Instagram basieren rein auf Nutzerinhalten. Während die Konzerne Milliarden an Werbeeinnahmen generieren, gehen die meisten „Creator“ leer aus oder sind auf externe Sponsoren angewiesen.
Samstag, 24. Januar 2026
Freitag, 23. Januar 2026
Donnerstag, 22. Januar 2026
Mittwoch, 21. Januar 2026
Dienstag, 20. Januar 2026
Montag, 19. Januar 2026
ligno natus, sed non ligno mente.
Pomorum raptor, cave noctis umbram:
non mala sola fero, sed poenas.
Testis adest mihi, vetus deus ridendus:
Mutunus Tutunus, risu tumente.
II
Ille docet pueros, quid virga possit,
quid minae valeant sine ferro.
Non gladius hic est, sed lex salacis horti,
scribenda non foro, sed lunae.
Ride, viator, sed transi caste:
nam deus sum – et memini iniuriae.
[Wer findet den winzigen Fehler?]
Sonntag, 18. Januar 2026
Samstag, 17. Januar 2026
Freitag, 16. Januar 2026
―Orson Welles
- https://gutezitate.com/zitat/104678„Ein Happy-End ist eine Geschichte, die nicht richtig zu Ende gedacht ist.“
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―Orson Welles
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- Humanismus und Freidenkertum: Er ist Mitherausgeber von "Aufklärung und Kritik", einer Zeitschrift, die sich für freies Denken und humanistische Philosophie einsetzt, was typischerweise linksliberale Positionen widerspiegelt.
- Kritische Positionen: Seine Werke und Aktivitäten, wie die Mitgliedschaft bei PEN und seine Rolle bei der Förderung von Literatur, deuten auf eine kritische, aber nicht eindeutig parteipolitische Haltung hin, die sich oft mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt.
- Keine klare Zuordnung: Riedo selbst positioniert sich nicht als extrem links oder rechts, sondern als engagierter Literat und Denker, der sich in verschiedenen kulturellen und humanistischen Organisationen einbringt, was ihn eher in die Mitte bis linksliberale Ecke rückt.
