Dienstag, 30. Dezember 2025

(Groß-)Städte als Schmelztiegel? Man muss sich nur mal Berlin ansehen: Jede und jeder und weitere Menschen leben da in ihren/seinen Stadtteilen – und gehen oftmals selten woanders hin. Wohl deswegen spricht man dort sowieso von vielen »Dörfern«. Aber auch anderswo: Es ist nach neuen Studien erwiesen, dass viele da mehr in Blasen leben als auf dem Dorf. Warum? Weil man im Dorf aufeinander angewiesen ist, wie ich damals 2007–2010 in Romoos schnell merkte. In der Stadt kann man sich vielmehr nur für das interessieren, was einem naheliegt ... und fühlt sich etwa bei Wasserrohrbrüchen nicht verpflichtet, seinem Nachbarn automatisch zu Hilfe zu eilen. Oder: Auf dem Land besucht man etwa das Dorftheater, obwohl vielleicht das Gefühl aufkommt, dass das einen kaum interessieren wird ... und man es dann später doch spannend findet. Drum: Oft sind Dörfler offener als Städter.

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