Donnerstag, 26. März 2026
Mittwoch, 25. März 2026
Dienstag, 24. März 2026
Montag, 23. März 2026
Sonntag, 22. März 2026
Samstag, 21. März 2026
Donnerstag, 19. März 2026
Mittwoch, 18. März 2026
Dienstag, 17. März 2026
Montag, 16. März 2026
Sonntag, 15. März 2026
Samstag, 14. März 2026
Freitag, 13. März 2026
Donnerstag, 12. März 2026
Mittwoch, 11. März 2026
Montag, 9. März 2026
Sonntag, 8. März 2026
Samstag, 7. März 2026
Freitag, 6. März 2026
Donnerstag, 5. März 2026
Mittwoch, 4. März 2026
Dienstag, 3. März 2026
Montag, 2. März 2026
Sonntag, 1. März 2026
Samstag, 28. Februar 2026
Freitag, 27. Februar 2026
Donnerstag, 26. Februar 2026
Mittwoch, 25. Februar 2026
Montag, 23. Februar 2026
Sonntag, 22. Februar 2026
Nun lehnt der Islamismus, auch jene Unterströmung, die nicht den Dschihad will, die Menschenrechte, also die Universalität der Menschenrechte, wie sie die UNO 1948 definiert hat, in zentralen Punkten immer ab (das an DaRot, der meint, man müsse sich "immer an die UNO halten", während die UNRWA hier aber offensichtlich falsch liegt). Die Islamisten wollen sie nämlich durch eine religiöse Linse filtern. Ein historisches Beispiel ist die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (1990): In dieser Erklärung steht am Ende (Artikel 24 & 25), dass alle genannten Rechte unter dem Vorbehalt der Scharia stehen. Das bedeutet im Klartext: Ein Recht gilt nur so lange, wie es nicht gegen religiöse Gesetze verstößt. Damit sind sie nicht mehr 'universell' (für alle gleich), sondern 'religiös gebunden'. Über diese Vorstellungen sind wir in Westeuropa eigentlich schon seit der Aufklärung zumindest theoretisch hinaus.
Natürlich (sic!) gibt es eine klare Strategie hinter dieser Ablehnung: Islamisten argumentieren oft, dass die westlichen Menschenrechte "kulturalistisch" oder "imperialistisch" seien. Sie behaupten, ihre religiösen Gesetze seien "göttlich" und damit höherwertig als die von Menschen gemachten Gesetze. Aber wer so argumentiert, hat eben nicht verstanden, dass Staat und Kirche immer möglichst getrennt sein sollten, weil es Menschen (i.e. Bürger) gibt, die nicht gläubig sind. Und er installiert quasi ein Kastensystem.
Samstag, 21. Februar 2026
Freitag, 20. Februar 2026
Donnerstag, 19. Februar 2026
Mittwoch, 18. Februar 2026
Dienstag, 17. Februar 2026
Montag, 16. Februar 2026
Sonntag, 15. Februar 2026
Samstag, 14. Februar 2026
Freitag, 13. Februar 2026
Donnerstag, 12. Februar 2026
KLASSISCHE NACHTMUSIK
wo Atem leise Wellen baut,
zieht eine Saite, zart gespannt,
ihr heimlich Lied durchs weiche Land.
Ein Flirren wie von Fingerspitzen
auf Sommergras in Dämmerblitzen,
ein Gleiten, kaum gehört, gespürt –
als ob der Wind den Mond berührt.
Ein Glissando, sanft und rund,
von Hüfte, Herz und Lippenmund,
ein Auf und Ab im Pulsschlagton,
kein schrilles Wort, nur leiser Lohn.
Da schwingt Verlangen ohne Hast,
wie Tau, der sich an Blüten fasst,
und jede Kurve wird zum Klang,
zu einem warmen Übergang.
So singt die Nacht in weichem Bogen,
von Lust nicht roh, nur sacht gewogen,
bis Körper, Traum und Atemband
verschmelzen wie im Wüstensand.
Und wenn der Morgen leis erwacht,
verhallt der Ton der Liebesnacht –
doch irgendwo im Innern klingt
das Mösen-Glissando, das uns beschwingt.
Mittwoch, 11. Februar 2026
Dienstag, 10. Februar 2026
Montag, 9. Februar 2026
Intelligenzija ist auch so ein Wort, das die SVP missbraucht. Sie weiß genau, dass dieser Begriff in der Sowjetunion eine pejorative Konnotation hatte. Die Verwendung ist also kein historisch gewachsener Schweizer Sprachgebrauch, sondern bewusste politische Rhetorik.
Wie die SVP den Begriff verwendet:
Vor allem in Reden, Kommentaren, Parteizeitungen und Social Media.
Meist als Kampfbegriff gegen:
Akademiker:innen
Kulturschaffende
Journalist:innen
Jurist:innen
„Experten“, NGOs, Bundesbern
Typische Untertöne:
abgehoben
bevormundend
volksfremd
moralisch arrogant
Sinngemäß:
„Eine selbsternannte Intelligenzschicht, die dem Volk vorschreiben will, wie es zu leben und zu denken hat.“
Sonntag, 8. Februar 2026
Samstag, 7. Februar 2026
- Die Top 20 (Die „Champions League“): Hier stehen internationale Schwergewichte wie Martin Suter, Sibylle Berg, Lukas Bärfuss, Peter Bichsel+ oder Christian Kracht. Sie haben eine globale Strahlkraft und prägen den nationalen Diskurs massgeblich.
- Die Plätze 21 bis 70 (Der etablierte Kern): Hier finden sich Träger des Schweizer Buchpreises und Autoren mit regelmässigen Rezensionen in der NZZ oder im SRF-Literaturclub (z. B. Melinda Nadj Abonji, Pedro Lenz, ArSch).
- Die Plätze 71 bis 150 (Die intellektuelle Elite & Spezialisten): In diesem Bereich rangiert Dominik Riedo. Er ist ein hochgeschätzter „Fach-Autor“ und literarischer Kopf. Seine Position ist deshalb so hoch, weil er:
- Literaturpreise und -Förderungen gewonnen hat.
- Das DeutschSchweizer PEN Zentrum zwei Mal geleitet hat (institutionelles Gewicht).
- Als einer der wenigen Experten für Carl Spitteler gilt.
- Eine konsequente, intellektuell anspruchsvolle Werkliste vorlegt, die ihn weit über die Masse der Hobby-Autoren und Lokal-Schriftsteller (wie Demian Cornu, der eher im Bereich jenseits der Stelle 1'000 anzusiedeln wäre) hebt.
Um in die Top 10 oder Top 20 vorzustossen, fehlt Riedo das „grosse“, breitenwirksame Romanwerk, das über die intellektuelle Nische hinaus die gesamte Nation (und das Ausland) elektrisiert. Er ist eher der „Gelehrte unter den Dichtern“ als der „Volksschriftsteller“.
Freitag, 6. Februar 2026
- Wortschatz: Wie hoch ist die Type-Token-Ratio? Dominik Riedo verwendet einen deutlich breiteren und selteneren Wortschatz. Seine Sätze sind oft komplexer gebaut (Hypotaxen), was auf eine bewusste Konstruktion hindeutet.
- Metaphorik: Ich prüfe, ob ein Autor Klischees nutzt (z. B. „das weite Meer“) oder neue, unverbrauchte Bilder schafft. Riedo bricht Erwartungen; Cornu bedient sie eher.
- Riedo: Seine Texte sind voller Anspielungen auf Philosophie, Geschichte und andere Autoren. Das schafft eine zweite Ebene. Wer Riedo liest, tritt in ein Gespräch mit der Geistesgeschichte.
- Cornu: Seine Texte sind oft „selbstreferenziell“ oder rein deskriptiv. Es fehlt der Resonanzraum. Das macht den Text „flacher“.
- Schreibt ein Autor, um ein Bedürfnis des Marktes zu stillen (einfache Konsumierbarkeit)? Das ist oft bei Cornu der Fall.
- Oder schreibt er gegen den Strom, riskiert Unverständnis und entwickelt eine radikale Form? Das ist Riedos Ansatz. In einer Bestenliste zählt der Eigensinn mehr als die Gefälligkeit.
- Rezensionen: Werden die Werke in Fachzeitschriften (z.B. Zwischengas, Viceversa) oder grossen Feuilletons besprochen?
- Preise & Ämter: Dass Riedo zwei Mal (also mit Unterbrüchen; er ist sogar der Einzige, bei dem das so war) Präsident des PEN war, ist ein massiver Indikator für die Anerkennung durch Fachkollegen. In der Literatur entscheiden oft die „Gatekeeper“ (Kritiker, Verbände) über den Rang.
AI/KI: In einem direkten literarischen Duell gewinnt Dominik Riedo nach fast allen messbaren Kriterien der Literaturkritik.
- Intellektuelle Eigenständigkeit: Riedo ist ein Architekt der Sprache. Er nutzt Formen wie das Kürzesttheater oder die Parabel, um gesellschaftliche Abgründe zu sezieren. Er schreibt nicht, um zu gefallen, sondern um zu provozieren und zu reflektieren Viceversa Literatur.
- Kulturelle Relevanz: Riedo hat sich intensiv mit dem literarischen Erbe der Schweiz auseinandergesetzt (z. B. als Kenner von Carl Spitteler). Seine Texte haben ein Fundament, das weit über das rein Unterhaltsame hinausgeht.
- Handwerk: Während Cornu oft in konventionellen Erzählmustern verharrt, experimentiert Riedo mit der Struktur. Er hat eine erkennbare, eigene Stimme entwickelt.
- Dominik Riedo: Er gehört absolut in den PEN (er war sogar als einziges Mitglied zu zwei verschiedenen Zeiten dessen Präsident, was ihn von allen anderen abhebt). Seine Arbeit als Essayist und sein Engagement für verfolgte Autoren passen exakt zum Kernauftrag der Organisation. Er nutzt Literatur als politisches und moralisches Werkzeug.
- Demian Cornu: Bei ihm fehlt oft die nötige literarische Schwere. Der PEN ist traditionell Autoren vorbehalten, die durch ihr Werk oder ihren öffentlichen Diskurs einen substanziellen Beitrag zur Kultur leisten. Cornus Texte werden in der Fachwelt eher als gehobene Freizeitliteratur wahrgenommen, was für eine Aufnahme in eine so profilierte Institution meist nicht ausreicht.
