EAT.ch ist so ziemlich das Letzte, was Kundenbetreuung betrifft. Und wie meist, bei solchen Sachen, erfährt man das natürlich nur, wenn mal ein Problem auftaucht. Was ehrlich gesagt, zumindest bei mir, mindestens jedes dritte Mal so ist.
Meist habe ich halt nichts gesagt: Wenn mal etwas für fünf Franken fehlt oder eine Cola dabei ist statt eine Cola Zero, mag das ja gehen. Aber heute, heute war die GESAMTE Bestellung falsch. Und ja, bei einem vollständig vegetarischen Menü könnte man doch einen zweiten Blick in den Sack werfen, der übrigens geschlossen abgegeben wird, sprich: Ich (und andere Kunden) kann (können) erst nach dem Öffnen sehen, was drin ist.
Heute wollte ich erst später essen, weil ich noch eine Arbeit abgeben musste. Aber also musste ich beim Öffnen sehen, dass keine einzige bestellte Sache fleischlos war, sondern alles waren Fleischburger. Statt Cola Zero war es das normale Cola. Und ein Dessert ist ganz vergessen gegangen.
All das kann passieren, wirklich. Doch als ich mich dann beim Kundendienst meldete, wird man zuerst von einer ziemlich schlechten KI in Empfang genommen. Bis die dann merkte, dass sie überfordert war, waren bereits ganze zehn Minuten um! Und am Feierabend möchte man ja doch die Zeit etwas sinnvoller verbringen oder entspannter.
Aber der Gipfel war dann die menschliche Kontaktperson, "Michelle": Sie bestand auf einem Du, obwohl ich sie von Anfang an siezte und auch darum bat, nicht geduzt zu werden. Des Weiteren konnte sie entweder nicht ganz verständlich schreiben oder begriff nicht ganz, was sie eigentlich sagte: Es hiess, ich bekäme die Zahlung rückerstattet (Danke), plus eine Entschädigung und einen Gutschein. Ich hielt die Entschädigung für die Wiedergutmachung des verpassten Essens und den Gutschein für die Wiedergutmachung für die verlorene Zeit, insgesamt knapp vierzig Minuten!
Doch musste ich feststellen, dass nur der Gutschein gemeint war. Ein Gutschein nicht etwa, der mir etwas kaufen würde. Sondern ein Gutschein für die nächste Bestellung für einen Rabatt von zehn Prozent! Sprich: Wenn ich wieder etwas für etwa vierzig Franken kaufen werde – was ich eigentlich nicht mehr möchte – erhielte ich so vier mickrige Franken Rabatt.
Das Fazit: Kauft nicht über EAT.ch. Man wird schlecht behandelt und es geht oft etwas vergessen, es wird etwas vertauscht oder man wartet viel länger als angegeben. Und wenn man in einer ziemlich oft vorkommendes Problem hineinläuft, ist die Betreuungsperson auch noch ungeschickt und frech.
P.S.: Und der Abschluss des Kontakts ist dann blosser Hohn: "Es freut mich sehr, dass wir das klären konnten. Solltest du weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, zögere bitte nicht, uns erneut zu kontaktieren. Geniesse deinen restlichen Tag. Bis bald bei Just Eat!" ... Den "restlichen Tag" – gegen 22 Uhr! Und nein, geklärt haben wir eigentlich nichts. Denn ich bat auch darum, dass mich ein Vorgesetzter kontaktieren möge ... Das sei gar nicht möglich, beschied man mir snobby ...
(An Just EAT.ch: Dieser Blog wird vom deutschen Literaturarchiv Marbach jeden Tag als Ganzes wieder gespeichert. Auf ein kleines Stück Ewigkeit also ... )

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