Freitag, 30. Dezember 2011

Ist die Religion eines Reichen, der dem Mammon huldigt, indem er im Geld schwimmt, durch das Eintreiben von Steuern verletzt?
Wenn der Staat Kirchsteuern einsammelt, muss er mich im Gegenzug nicht vor Höllenängsten schützen?
Religionsfreiheit: Darf ich Drogen rauchen, wenn sie zur Ausübung meiner Religion erforderlich wären?

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Und wieder, wie ein Mantra: »Kinder sind offen, Kinder sind offen!« – Nein, das sind sie nicht. Sie akzeptieren höchstens, was ›autorisierte‹ Personen (Eltern, Lehrer etc.) ihnen sagen oder etwas, von dem sie teilweise schon gehört haben. Nicht, was jemand vollkommen ›Fremdes‹ über etwas ihnen vollkommen ›Fremdes‹ sagt.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

JA zum Buch - Statement für die Kampagne
Im Gesundheitswesen besteht das »Hauptprodukt« nicht aus den Medikamenten, sondern in der Leistung der Ärzte und des Gesundheitspersonals. Und damit da keine Kurpfuscher Billigdienste anbieten können, gibt es eine normierte Preisbindung auf Operationsleistungen etc. Die Gesundheit wird also nicht als »normale Handelsware« betrachtet.
Bei Büchern besteht das eigentliche Hauptprodukt auch nicht im Papier, sondern aus dem Text und der Auskunft darüber, also der Arbeit dahinter von Autor, Verlag und engagierten Verkäufern des Buchhandels. Deswegen ist beim Kulturgut Buch eine Preisbindung gegen Verkaufsbilligpfuscher angebracht, die mit der Zeit das ganze Sortiment zugunsten einiger viel verkaufter Bücher zerstören würden. Die Frage ist also nur: Was ist Ihnen Ihre geistige Gesundheit wert?

Dienstag, 20. Dezember 2011

Warum schaut ein Künstler die Welt an? Weil alles ihm Gelegenheit gibt zu zeigen, was in ihm ist. Denn was wären das für Werke, wenn sie alle die Welt nur »objektiv« beschreiben würden? Jedes Künstlerleben wäre absolut wiederholbar. Und das ist nicht lustig.
Meine Ideechen sind für sie nur Spukgestalten. Denn zu Tode unterhaltene Epochen achten nicht auf scheinbar vorgegaukelten Ernst …
Es ist ein trauriges und saures Geschäft, das Alte aus dem Superneuen herauszuklauben: Man trifft auf der Welt Spuren von Größe und von Zerstörungssucht, die beide über alle Begriffe gehen.

Montag, 19. Dezember 2011

Man sollte stolze Staatsbeamte zu Brei verarbeiten. Aus der Pulpe kann man dann billiges Papier machen. – Die ehrgeizigen Staatsbeamten wollen ja was für den Staat tun, nicht?
Wo bei den meisten Leuten die Leidenschaft saß, da habe ich gekotzt.
Öppis för Dommwelt tue … ? Ne, lieber etwas für die Umwelt.
Die Loreley lockt, um den Mann an ihren Titten zerschellen zu lassen.
Was ist die Sprache des Abendlandes? Im Morgenland gibt es eine Art Lingua franca: Arabisch. Aber bei uns? (Und es sage mir bitte niemand: Englisch! – Und Lateinisch kann ja eh fast keiner mehr …)
Wenn Hunde an Urin herumschnüffeln und im Kot, so nennen das einige Hundehalter »Zeitung lesen«. Ist doch nett: Genau das ist Zeitung lesen bei uns Menschen auch.
Übrigens: Das war nicht ich. Denn in meinem Hirn lebt der Schmerz. In meinen Texten lebt der Schmerz. In meinen Gedanken webt der Tod. Und ich verurteile die Welt dazu, in spätestens neun Teufelgotteszahlperioden endgültig tot und weg zu sein. Ende, aus.
Das einfache Schweizer Volk: Sie wollten doch nichts mehr sagen?!?
Der olle Riedo: …
Das einfache Schweizer Volk: Jetzt tun Sie mal nicht so …
Die Donners-Stimme: Apropos Flieger fürs Militär: Wie wär’s mit Engeln? Die kosten nichts, benötigen keinen Unterhalt – und ihr Samen ist absolut tödlich. Eine ganz neue Art von Brandbomben wäre so möglich.
Das einfache Schweizer Volk: Nochmals und immer wieder: Du willst wohl eins in die Fresse!?!
Die Donners-Stimme: Und apropos »Miss-Wahlen«. Die werden nie aufhören. Sind doch fast alle gewählten Politiker –
Das einfache Schweizer Volk: Und zack! Und peng!! Und dresch!!!

Sonntag, 18. Dezember 2011

...

Samstag, 17. Dezember 2011

Was soll das alles? Ich habe der Welt nichts mehr zu sagen. Und die Welt hat mir nichts zu sagen. Was soll das alles?

Freitag, 16. Dezember 2011

Ach, ethische Korrektheit: Was tut man, wenn man tatsächlich nur einen von zwei ganzen Planeten retten könnte, aus irgendeinem Grund? Jenen bewahren, der mehr Leben vorweist? Aber ist denn »das Leben« allem anderen überlegen? Und würden wir nicht sogar eher den Mond retten, weil er hier so vielen Menschen Gutes tut, als einen weit entfernten Planeten mit einigen Einzellern drauf? So schwer ist das …

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Sechs der sieben Bundesrätinnen und Bundesräte »schwören bei Gott«? – Die Schweiz hat eine Bundesrätin und sechs Debile als Exekutiv-Landesregierung.
Wie bereits angemerkt: Es könnte sein, dass DAS GANZE, alles, das Universum und alles drum herum, ein statisches Faktum ist, in dem Veränderlichkeit nicht vorgegeben ist, und wenn, dann nur, indem jede noch so denkbare Änderung mit einer unausweichlichen Rück-Wirkung anderswo antwortet. Aber eigentlich möchte ich das nicht wissen. Das würde nämlich heißen, dass jeder Einsatz für Tiere, Menschen und die Literatur nicht den Sinn macht, den ich mir bei diesem Einsatz erhoffe.
Warum arbeiten Psychoanalytiker eigentlich meist mit der Sprache? Mal-Therapien (und jetzt nicht in dem pseudo-esoterischen Sinn) gibt es noch selten. Ist die Ausdrucksweise des Unterbewussten die Sprache? Freud war eben doch Literat. So sind seine teilweise auch struben Behauptungen viel eher zu goutieren und wahr. Aber: Dann wäre Literatur ja doch wichtig?

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Goethe scheint die Welt wahrgenommen zu haben aus einer Art Go(e)t[t](h)es-Position: Menschen erscheinen bei ihm als Natur, eine Art nötiger Karneval für wen auch immer – aber nicht als geschichtliche Individuen.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Glaube ist wie eine Tonsur: Weil einige ‘ne Glatze kriegen, zwingen sie allen anderen dasselbe auf.

Montag, 12. Dezember 2011

Oh Tee, mein Tee: Ich trinke dich – und schon lasse ich auf meinem Schreibtisch unzählige Inkarnationen meiner selbst gleichzeitig auftreten: Hah! wie da die eine den anderen übel verleumdet …

Sonntag, 11. Dezember 2011

Warum spazieren wir nicht gerne einen Weg zurück, den wir soeben neu entdeckt haben? Das Leben selbst würden wir doch auch gerne von jetzt bis früher gerne nochmals leben? Oder doch nicht: Eher von früher bis heute nochmals?

Samstag, 10. Dezember 2011

Es ist logisch, dass man in der dunkelsten Jahreszeit das »Lichterfest« feiert. Aber warum ist Luzern eine »Leuchtenstadt«? Weil sie im dunklen Herzen der Innerschweiz liegt.

Freitag, 9. Dezember 2011

Im »Jetzt« leben und die Regentropfen zählen. Aber bei Sonnenschein?

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Ich lebe nur zum Schein.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Religion schaffe Moral? Spinnt ihr? Die Moral ist zum einen Teil wohl in uns angelegt (wie auch das Gegenteil von ihr) und zu einem anderen Teil als eine Art Gesellschaftsvertrag vorgegeben. Die Kirche übernimmt diese Moral nur und pervertiert sie.

Dienstag, 6. Dezember 2011

»Hallo, hallo?« – »Ja, hier Frustronaut …« – »Ich bin so frei … im All, im Allüberall …« – Schön. Mich presst die Schwerkraft der Mutter eRDe an diesen Kothaufen …«

Montag, 5. Dezember 2011

Die Vollidioten: Herr Riedo, was bereitet Ihnen wirklich Vergnügen?
Meine Nichtigkeit: Das Aufspüren paralleler Lesarten.
Die Vollidioten: Sie reden von Büchern.
Meine Nichtigkeit: Tralalalala.
Und er steht da, der Politiker, in heroischer Senelität, après moi le déluge, und drückt auf sein Knöpfchen: Was ist schon eine Welt?
Früher hat man Manuskripte später meist abgetippt (seit es Schreibmaschinen gab). Heute schreibt man sich teilweise die geschriebenen oder erhaltenen (in doppelter Bedeutung) SMS wieder ab, weil der Speicherplatz auf dem Handy beschränkt ist.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Im blühenden Frühling lernten wir uns kennen und verzogen uns ins Gebüsch. Es brachen die jungen Zweige und es schneite ein Schneesturm von Blütenblättern. Ah, diese Welt war doch nett. Aber wer würde uns schon verstehen?
Da sitzen sie nun, in den Orchestersesseln eines wunderbaren Sonnenuntergangs, Nektar schlürfend und Ambrosia fressend: Was könnte sie davon abbringen, die Big-Brother-Show weiterhin so unbekümmert sich anzusehen?

Samstag, 3. Dezember 2011

Die Erde mag nicht mehr: Das Meer liegt in Runzeln und die Landschaften bestehen aus bergigen Falten.

Freitag, 2. Dezember 2011

Wenn ich in zehn Jahren taub bin und so scheu, dass ich mich nicht traue aufzublicken, um Lippen zu lesen: Mit wem kommuniziere ich dann noch?

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ich sehe meine eigenen Notizen vorbeiflitzen wie die erleuchteten Fenster eines Schnellzugs in der Nacht.